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Erster ÖAMTC Fahrrad-Stützpunkt eröffnet

Mobilitätsclub erweitert mit SelfService-Stationen sein Fahrrad-Leistungsangebot

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Fahrrad Stützpunkt © ÖAMTC

Viele Menschen nutzen für ihre täglichen Wege in die Arbeit und in ihrer Freizeit das Fahrrad. Wenn einmal die Luft ausgeht oder nicht mehr alles rund läuft, schaffen künftig auch ÖAMTC Fahrrad-Stützpunkte Abhilfe. Es handelt sich dabei um Service-Stationen mit Werkzeug und Luftpumpe, an denen kleinere Gebrechen am Fahrrad bequem und kostenlos selbst behoben werden können. Am 24. Mai 2019 erfolgte gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und der Stadtgemeinde die Inbetriebnahme des österreichweit ersten ÖAMTC Fahrrad-Stützpunktes in Klosterneuburg. Direkt am Donauradweg und am Gelände der ÖAMTC-Dienststelle gelegen, steht er allen Radlern kostenlos zur Verfügung.

Sieben Rad-Stationen in Niederösterreich

Fahrrad Stützpunkt © ÖAMTC Fahrrad Stützpunkt

"Die ÖAMTC Rad-Service-Stationen, die in den kommenden Wochen an insgesamt sieben stark frequentierten Plätzen in Niederösterreich installiert werden, sind eine Erweiterung des bisherigen Fahrrad-Angebots des Mobilitätsclubs, das unter anderem Fahrrad-Checks, eBike -Kurse, Pannenhilfe für Radfahrer oder seit kurzem auch eBikes in den ÖAMTC-Shops umfasst", so ÖAMTC-Landesdirektor Ernst Kloboucnik. "Das Fahrrad ist ein sinnvoller und wichtiger Bestandteil der individuellen Mobilität. Mit den Service-Stationen wollen wir einerseits die Fahrrad-Infrastruktur stärken, andererseits sind sie ein Beispiel dafür, wie ÖAMTC, Land und Gemeinde gemeinsam die Mobilität am Land aktiv und nachhaltig gestalten können."

Selbsthilfe-Stationen für Radfahrer

Fahrrad Stützpunkt © ÖAMTC Fahrrad Stützpunkt

Bei den Service-Stationen handelt es sich um 1,4 Meter hohe Säulen, die mit einer Aufhängevorrichtung für Fahrräder sowie mit Luftpumpe und Werkzeug wie Inbus- und Schraubenschlüssel bzw. Reifenheber für "do-it-yourself"-Reparaturen ausgestattet sind. Ergänzend zur Service-Station wurden in Klosterneuburg zudem eine Ladestation für eBikes, ein Schlauchautomat sowie Sitzgelegenheiten und ein Trinkwasser-Brunnen für die Pause zwischendurch installiert.

Service-Einrichtung für bis zu 350.000 Radler pro Jahr

Auch seitens der Stadtgemeinde zeigte sich man sich über die neue Fahrrad SelfService-Station erfreut. Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager unterstrich die Bedeutung des "Rad-Highways" an der Donau: "Der Donau-Radweg von Passau nach Wien ist die meistbefahrene Radroute Europas. Jährlich sind hier in Klosterneuburg etwa 350.000 Radler unterwegs." Mangelnde Auslastung ist also nicht zu befürchten. Vom Angebot sollen aber nicht nur Touristen, sondern auch die Klosterneuburger profitieren. "Fahrradfahren ist eine der beliebtesten, gesündesten und umweltfreundlichsten Formen der Fortbewegung. Darum ist jede Maßnahme der Verbesserung unserer weitläufigen Radinfrastruktur zu begrüßen", so Schmuckenschlager im Zuge der Eröffnung.

Fahrrad-Stützpunkt © ÖAMTC/Postl Fahrrad-Stützpunkt

Radverkehr in NÖ soll verdoppelt werden

Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko zeigte sich ebenfalls begeistert von den neuen SelfService-Stationen. "Unser Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs von sieben auf 14 Prozent zu verdoppeln. Initiativen wie die des ÖAMTC helfen uns dabei, den Umstieg auf das Rad so komfortabel wie möglich zu gestalten. Wichtig ist, dass die Stationen auch an Punkten liegen, die vor allem von Pendlerinnen und Pendlern genutzt werden. Denn was zählt, ist der Umstieg im Alltag. Mit diesem können wir die Umwelt schonen und jeder seine Fitness stärken", so Schleritzko. Weitere Standorte sind etwa in Wiener Neustadt, Bad Vöslau, Traiskirchen oder Vösendorf in Bahnhofsnähe geplant.

Der Landesrat verwies dabei auch auf Leistungen des Landes. "Bislang haben wir schon 23.000 Fahrradstellplätze an Bahnhöfen und Haltestellen entwickelt. Damit wird auch das Umsteigen vom Rad auf Bus und Bahn erleichtert. So schaffen wir es, dass täglich zumindest 9.500 Pendlerinnen und Pendler mit dem Rad unterwegs sind und über 500 Tonnen Kohlendioxid im Jahr sparen", informierte Schleritzko.

Fahrrad Stützpunkt © ÖAMTC

Aus dem Archiv: Servicestationen gab es bereits 1897

Ganz neu ist die Idee derartiger Servicestationen für Radfahrer übrigens nicht: Bereits 1897 – also vor 122 Jahren – wurden vom Club im Wiener Prater und im Wienerwald Reparaturkästchen zur Selbsthilfe bei Fahrrad-Pannen aufgestellt.

"Beim ÖAMTC gilt das als erste 'Pannenhilfe' der Clubgeschichte", erzählte Landesdirektor Ernst Kloboucnik. Das ist gelebte Tradition und Mobilität.

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