Artikel drucken
Drucken

Coronavirus in China: Hinweise für Reisende

Die Zahl der Coronavirus-Fälle ist auf knapp 78.000 gestiegen. Auch in Österreich wurden bereits die ersten Fälle der Infektionskrankheit nachgewiesen. Grund zur Panik gibt es allerdings keinen.

Virusinfektion © Pixabay
Virusinfektion © Pixabay

Allgemeine Informationen zum Coronavirus

Seit Dezember 2019 wurden in Wuhan (Hauptstadt der Provinz Hubei) und in weiteren Provinzen zahlreiche Fälle einer unbekannten Lungenkrankheit diagnostiziert. Bei den Erkrankten wurde eine Infektion mit einem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. Die Fälle dürften mit dem Besuch eines inzwischen geschlossenen großen Fischmarkts in Wuhan in Zusammenhang stehen. Vermutlich wurde das Virus zuerst von einem Tier auf den Menschen übertragen. Coronaviren verursachen oft harmlose Erkrankungen wie Erkältungen – allerdings gehören auch Erreger gefährlicher Atemwegskrankheiten wie Sars und Mers dazu.

Zu den Symptomen der Lungenerkrankung zählen Fieber und eine Infektion der oberen Atemwege. Reisende sollten häufig die Hände waschen, eine Maske tragen, Kontakt zu kranken Menschen, offene Märkte, Tiere und rohes Fleisch meiden und bei Auftreten der beschriebenen Symptome einen Arzt aufsuchen.

Auswirkungen für Reisende

Das österreichische Außenministerium hat eine partielle Reisewarnung für die chinesische Provinz Hubei ausgesprochen. Zudem empfiehlt es, nicht notwendige Reisen nach China zu verschieben.

Viele europäische und internationale Fluggesellschaften haben ihre Verbindungen nach China eingestellt. Die Sonderwirtschaftszone Hongkong wird aber weiter angeflogen.

Mehrere Länder verhängen Einreiseverbote

Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 30. Jänner eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" erklärt hatte, riefen die USA inzwischen einen eigenen "Public Health Emergency" aus. Ausländische Reisende aus China werden laut dpa seit Sonntag, 2. Februar, wegen des Ansteckungsrisikos nicht mehr ins Land gelassen – mit Ausnahme von Angehörigen von US-Staatsbürgern.

Singapur hat nach Angaben der Lufthansa eine Einreiserestriktion für Passagiere erlassen, die in den vergangenen 14 Tagen in Festland-China waren. Die seit 1. Februar geltende Beschränkung betrifft zudem alle Passagiere mit einem Pass der Volksrepublik China. Auch Italien, Neuseeland, Australien und die Philippinen folgten dem Beispiel.

Coronavirus und Kreuzfahrten

Auch Menschen, die eine Kreuzfahrt Richtung Asien gebucht haben, sollten sich vorsichtshalber bei ihrem Reiseveranstalter über mögliche Planänderungen informieren.

Internationale Kreuzfahrt-Reedereien, die im Verband CLIA (Cruise Lines International Association) organisiert sind, lassen künftig keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord, die in den vergangenen 14 Tagen auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Zur CLIA gehören alle großen Reedereien wie MSC, Carnival, Costa, Royal Carribean, Norwegian Cruise Line und die deutsche Aida Cruises.

Zudem können wegen des Coronavirus Reisen und Routen in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO gegebenenfalls verändert oder gestrichen werden. So hat Aida vorsorglich alle bis April geplanten Kreuzfahrten in Asien abgesagt. Betroffene Passagiere können den Reisepreis zurückverlangen. Teilweise werden Medienberichten zufolge auch kostenfreie Umbuchungen angeboten.

Coronavirus auch in anderen Ländern

Auch außerhalb Chinas gibt es nachgewiesene Infektionsfälle. Betroffen sind in Europa vor allem Italien, aber auch Deutschland, Spanien, Frankreich und Finnland. Weitere Infektionsfälle betreffen die USA, Australien, Thailand, Hongkong, Singapur, Malaysia, Nepal, Vietnam, Japan und Südkorea. Eine partielle Reisewarnung gibt es momentan für  Italien.

Sind kostenfreie Stornierungen möglich?

Einige Veranstalter bieten zurzeit freiwillig Umbuchungen an. Um entsprechende Möglichkeiten zu klären, muss man sich direkt an den jeweiligen Veranstalter wenden.

Weitere Informationen

Weitere Infos zum Coronavirus und den Auswirkungen für Reisende in China finden Sie auf den Seiten des österreichischen Außenministeriums für China (inkludiert Macao und Hongkong), des Sozialministeriums, der WHO und des European Centre for Disease Prevention and Control

Infos zu den Coronavirus-Fällen in Italien finden Sie hier.

Quelle: ADAC

In dieser Fenstergröße bietet die mobile Ansicht besseren Überblick! Wenn Sie die Ansicht wechseln möchten, klicken Sie den Button jetzt wechseln