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Dienstag, 18.Dezember 2018

Bisher 385 Verkehrstote im Jahr 2018

Darunter 17 getötete E-Bike-Fahrer mit einem Durchschnittsalter von 71 Jahren.

Im Jahr 2018 verunglückten laut vorläufigen Zahlen des BMI auf Österreichs Straßen bisher 385 Personen tödlich (Stand: 16.12.2018). Damit zeichnet sich ein historischer Tiefststand ab – erstmals könnte die Zahl der Verkehrstoten auf unter 400 sinken. Während insbesondere die Zahl der tödlich verunglückten Pkw-Insassen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 182 auf 168 zurückging, stieg der Anteil der Motorradfahrer heuer wieder deutlich an. Mit bisher 99 getöteten Bikern ist bereits mehr als jeder vierte Verkehrstote ein Motorradfahrer oder -mitfahrer.

Bei genauerem Hinsehen ist der hohe Anteil an Eigenfehlern auffällig, denn mehr als die Hälfte aller getöteten Motorradfahrer kam wegen nicht angepasster Geschwindigkeit sowie riskanter Überholmanöver ums Leben. 

ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé

"Der hohe Anteil lässt sich zwar zum Teil durch die steigenden Motorrad-Zulassungszahlen und die heuer lange Saison erklären, dennoch braucht es Maßnahmen, um dieser negativen Tendenz entgegenzuwirken. Wir empfehlen jedenfalls regelmäßige Trainings, um die wichtigsten Fahrmanöver zu verinnerlichen und gefährliche Situationen vermeiden zu können".

17 von 39 getöteten Radfahrern waren mit E-Bikes unterwegs

Ein weiteres Problemfeld zeigt sich bei E-Bikes: 17 E-Bike-Lenker verunglückten tödlich – das ist beinahe die Hälfte aller tödlich verunglückten Radfahrer. E-Bike-Fahren unterscheidet sich durchaus vom normalen Radfahren. Die eigene Geschwindigkeit wird oft unterschätzt und das kann zu gefährlichen Situationen führen. Zudem ist E-Biken gerade für ältere Personen attraktiv. Dreiviertel aller tödlich verunglückten E-Biker waren älter als 65 Jahre, das Durchschnittsalter lag bei rund 71 Jahren. Auch hier ist für den Mobilitätsclub Übung entscheidend.