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Acht Prozent weniger Verkehrstote im 1. Halbjahr

Die Zahl der Verkehrstoten in Österreich sinkt im 1.  Halbjahr 2017 auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen.

Abkommensunfälle © ÖAMTC
Abkommensunfälle © ÖAMTC

Seit Jahresbeginn sind 171 Personen im Straßenverkehr ums Leben gekommen (Stand: 28. Juni; Quelle: BMI; vorläufige Zahlen). Zum Vergleich: Vergangenes Jahr starben von 1. Jänner bis 30. Juni 190 Menschen auf Österreichs Straßen.

"Wir gehen davon aus, dass wir heuer mit Ende Juni um rund acht Prozent unter dieser Zahl bleiben", erwartet ÖAMTC-Unfallforscher David Nosé. "Diese Entwicklung ist grundsätzlich positiv. Bisher kam es jedoch aufgrund der verkehrsreichen Sommermonate in der zweiten Jahreshälfte fast immer zu mehr tödlichen Unfällen – insbesondere mit Motorradfahrenden." 

Mehr Frontalkollisionen

Die Analyse der Daten zeigt, dass Frontalkollisionen im ersten Halbjahr dieses Jahres anteilig zugenommen haben. "Gerade solche Unfälle haben oft schwerwiegende Folgen. Wir plädieren daher für mehr Aufmerksamkeit und die Wahl einer angepassten Geschwindigkeit", so der Unfallforscher. Zudem empfiehlt der ÖAMTC den Ausbau sicherer Überholmöglichkeiten durch dreispurige Abschnitte und den verstärkten und gezielten Einsatz von "Rumpelstreifen", die beim unbeabsichtigten Verlassen der Fahrspur warnen. 

Daten zu Verkehrsart

Es starben bislang 78 Personen in Pkw, 34 Motorradfahrende, 32 Fußgänger und neun Radfahrer. Besonders hervorzuheben ist einerseits der Rückgang von 57 Prozent bei Radfahrern sowie der Anstieg von 20 Prozent bei Motorradfahrenden – jeweils im Vergleich zum Halbjahr des Vorjahres. Die meisten Getöteten am Motorrad waren außerorts zu beklagen. Motorradfahrende können jedoch auch selbst einen großen Beitrag zur eigenen Sicherheit leisten.

"Angepasste  Geschwindigkeit, die Vermeidung riskanter Überholmanöver, die richtige Fahrlinie sowie eine defensive Fahrweise, die Fehler anderer Verkehrsteilnehmer ausgleicht, können das Unfallrisiko um ein Vielfaches reduzieren", weiß Nosé. 

Daten zu Bundesländern

Den stärksten Rückgang bei der Zahl der Verkehrstoten gab es bislang in Tirol von 19 auf zehn (minus 47 Prozent). Ebenfalls rückläufige Zahlen sind in Kärnten, Oberösterreich, der Steiermark und Wien zu beobachten. Mehr Menschen kamen bei Verkehrsunfällen in Vorarlberg (von drei auf sieben) und im Burgenland (von fünf auf acht) ums Leben. In Niederösterreich und Salzburg blieben die vorläufigen Zahlen nahezu unverändert. 

Mehr Infos zum Thema unter Panne & Unfall

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