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91 Verkehrstote in den Sommermonaten

Im Juli und August gab es deutlich mehr Opfer als in den Monaten zuvor

Unfallbilanz.jpg © ÖAMTC
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Seit Jahresbeginn verunglückten laut vorläufigen Zahlen des Bundesministeriums für Inneres 260 Personen auf Österreichs Straßen tödlich. Das ist aktuell der geringste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. "Die Unfallbilanz der vergangenen zwei Monate zeigt allerdings wieder, dass die Zahl der Verkehrstoten in den Sommermonaten drastisch ansteigt", berichtet ÖAMTC-Verkehrsexperte Felix Etl. Besonders tragisch war die Ferienwoche von 14. bis 20. August, in der gleich 17 Menschen im Straßenverkehr ums Leben kamen. Insgesamt starben im Juli und August 91 Personen, 34 Motorradfahrende, 24 Pkw-Insassen, 13 Fußgänger, zwölf Radfahrer, fünf Lkw-Insassen und drei Mopedlenker. Im Vergleichszeitraum 2016 waren es 101, 2015 106 Verkehrstote.

Anteil an Motorradfahrern steigt

Die steigende Zahl von Motorradfahrenden spiegelt sich auch in den Unfallzahlen wider. Allein in den Sommermonaten verloren 34 Biker ihr Leben, insgesamt sind es 2017 bereits 70. Der Anteil der Motorradfahrenden an allen tödlich Verunglückten im Sommer ist mit 37 Prozent höher als in den vergangenen fünf Jahren (im Vorjahr waren es noch 34 Prozent). "Zum einen kam es häufig zu Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern wegen falsch gewählten Fahrlinien oder Geschwindigkeiten – sei es vom Motorradfahrer oder vom Unfallgegner. Zum anderen verunfallten Motorradfahrende oftmals alleine, weil sie etwa Streckenführungen falsch einschätzten, nicht mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs waren oder einfach Fahrfehler aufgrund mangelnder Routine gemacht haben", so der ÖAMTC-Experte. Der Club setzt auf bewusstseinsbildende Maßnahmen und gezielte Trainings. Auch eine aktuelle Studie des Forschungsinstitutes "mipra" bestätigt die positive Wirkung von Fahrtechniktrainings für Motorradfahrer.

Wie bereits im Vorjahr hält der Trend zum E-Bike auch heuer insbesondere bei älteren Personen an. Das durchschnittliche Alter der getöteten E-Bikebenutzer liegt dieses Jahr bei 57 Jahren – bislang verunglückten fünf E-Biker tödlich (Im gesamten Vorjahr waren es 16). "Oft werden Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit und Bremsverhalten von E-Bikes falsch eingeschätzt. Wir empfehlen daher dringend, die Handhabung von E-Bikes in K:ursen zu üben und jedenfalls Helme zu tragen", so Etl. Der ÖAMTC selbst bietet derartige Kurse an. Nähere Infos dazu finden sie Hier.

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Auch heuer hat der wohlverdiente Urlaub für viele Österreicher ein unerfreuliches Ende genommen: Krankenhaus statt Strand, Heimfahrt im Rettungswagen statt im eigenen Auto oder Rückflug im Ambulanzjet statt im Linienflieger.

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