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2018 mit neuem Höchstwert bei getöteten E-Bikern

Drei Viertel der getöteten Elektrofahrradfahrer waren über 65 Jahre alt - Mobilitätsclub bietet kostenlose Trainings an.

E-Bike © ÖAMTC Postl
E-Bike © ÖAMTC Postl

Elektrofahrräder werden immer beliebter

Seit 2008 ist der Anteil verkaufter E-Bikes an allen verkauften Fahrrädern von einem auf 29 Prozent angestiegen. 2017 wurden rund 414.000 Fahrräder verkauft, 120.000 davon waren E-Bikes.
(Quelle: VSSÖ*)

*Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs

Unfälle mit E-Bikes & Pedelecs

Dieser Boom bei Elektrofahrrädern in Österreich spiegelt sich auch in der Unfallstatistik wider. Laut Daten des BMI verunglückten im vergangenen Jahr 40 Radfahrer im Straßenverkehr tödlich, davon waren 17 mit einem E-Bike unterwegs - das ist ein neuer Höchstwert. Zwei Drittel der tödlichen E-Bikeunfälle im vergangenen Jahr passierten außerorts, ebenso ereigneten sich zwei Drittel ohne Fremdverschulden. Sechs getötete E-Biker waren in Niederösterreich zu beklagen, vier in Oberösterreich, je drei in Tirol und Vorarlberg sowie einer in Kärnten.

Getötete Radfahrer und E-Biker (seit 2011)

Jahr getötete Radfahrer davon getötete E-Biker Anteil getöteter E-Biker
2018 40 17 42,5%
2017 32 7 21,9%
2016 48 16 33,3%
2015 39 3 7,7%
2014 45 4 8,9%
2013 51 6 11,8%
2012 52 5 9,6%
2011 42 2 4,8%

Unfälle nehmen zu

Drei Viertel aller tödlich verunglückten E-Biker waren älter als 65 Jahre, das Durchschnittsalter lag bei rund 71 Jahren. Aufgrund der im Alter höheren körperlichen Verletzlichkeit verletzen sich auch ältere Personen leichter bei Stürzen.

David Nosé, ÖAMTC-Verkehrstechniker:

"E-Bike-Fahren unterscheidet sich durchaus vom normalen Radfahren. Die eigene Geschwindigkeit wird oft unterschätzt und das kann zu gefährlichen Situationen führen. Mit dem E-Bike kommen auch ältere Personen trotz wenig trainierter körperlicher Verfassung auf einen großen Bewegungsradius. Beispielsweise kann eine Steigung dank Elektromotor mühelos bewältigt werden, bei der Abfahrt kann die mangelnde Fahrpraxis jedoch leicht zu schweren Unfällen führen.


Es kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl der an E-Bikeunfällen überproportional stark beteiligten Senioren weiter steigen wird. Leider ist in der amtlichen Unfallstatistik bislang keine Unterscheidung zwischen E-Bike und Fahrrad möglich. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, denn für genaue Unfallanalysen und sich daraus ableitende Maßnahmen zur Unfallvermeidung ist eine getrennte Betrachtung von Fahrrad und E-Bike unumgänglich."

Training für Einsteiger essentiell - Helm wird empfohlen

Obwohl für erwachsene Radfahrer keine Helmpflicht besteht, empfiehlt der Mobilitätsclub, unbedingt einen Helm zu tragen, um das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Gerade ältere Menschen fahren durch die Unterstützung des Elektromotors viel schneller, als es ihr Können eigentlich erlaubt und das führt oftmals zu Kontrollverlust und Stürzen - mit zum Teil fatalen Folgen. Das Anfahren, Beschleunigen und Bremsen ist für viele ungewohnt und stellt sie vor Probleme. Um den Umgang mit dem E-Bike zu trainieren, bietet der ÖAMTC deshalb in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Salzburg, Oberösterreich und im Burgenland kostenlose Trainings an. Mehr Infos dazu gibt es unter www.oeamtc.at/ebike.

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