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USA: Vulkan Kilauea auf Hawaii bleibt gefährlich

Auf Hawaii gibt die Erde keine Ruhe: immer wieder bricht der Vulkan Kilauea auf Big Island, der größten Insel des Archipels, aus.

Vulkanasche (RMS) © Pixabay
Vulkanasche (RMS) © Pixabay

Auch Erdbeben bzw. Nachbeben erschüttern die zu den USA gehörende Pazifik-Inselkette. Es gilt weiterhin die höchste Alarmstufe „Rot“, wonach ein größerer Ausbruch nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Der Zivilschutz befürchtet, dass der Vulkan zusammen mit Asche und Gasen größere Felsbrocken ausspucken könnte. Brechen die für Hawaii typischen Schildvulkane aus, kann Lava nicht nur aus dem Krater fließen, sondern auch durch unterirdische Risse an anderen Stellen an die Oberfläche treten.

Behörden warnen vor Schwefelgas

Die Behörden warnen aber nicht nur davor, dass Häuser und Straßen verschüttet werden könnten. Sie warnen auch vor einer lebensbedrohlich hohen Schwefelgaskonzentration in der Luft und giftigen Dampfwolken. Die Bevölkerung solle sich von den aufsteigenden Dampf- und Gaswolken unbedingt fernhalten. Diese Gifttwolken bilden sich, wenn heiße Lava auf das salzhaltige Meerwasser trifft. Gesundheitsrisiken sind unter anderem Reizung der Lungen, Augen und Haut.

Die aktuelle Lage

Der Kilauea ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Immer wieder überflutet dessen Lava Straßen und Häuser. Bei den jüngsten Ausbrüchen wurden mehrere Gebäude, Straßen (u.a. ein wichtiger Highway bei Puna) und Stromleitungen beschädigt oder zerstört. Zuvor waren Tausende Menschen im Bezirk Leilani Estates in Sicherheit gebracht worden. Die meisten Verkehrswege auf Hawaii sind bislang aber intakt geblieben. Einschränkungen im Reise- und Flugverkehr sind weiter möglich.

Der Hawaii Volcanoes Nationalpark mit den Feuerbergen Mauna Loa und Kīlauea ist derzeit komplett geschlossen. Die beiden touristischen Schwerpunkte auf Big Island, die Städte Kona im Westen und Hilo im Osten der Insel, bei denen sich auch die wichtigsten Flughäfen befinden, liegen nach Angaben des Fremdenverkehrsamtes weit genug vom Kilauea entfernt. Gefahren könnten hier ausgeschlossen werden, teilt die Hawaii Tourism Authority mit. Aufgrund der vulkanischen Aktivität besteht lediglich eine Flugverbotszone über dem Vulkan Kilauea.

Hinweis für Reisende

Urlauber sollten den Anweisungen und Empfehlungen der Behörden unbedingt Folge leisten. Insbesondere ist die Sperrzone rund um die Vulkane einzuhalten. Außerdem wird empfohlen, sich über die Sicherheitshinweise des Außenministeriums und die lokalen Medien auf dem Laufenden zu halten. Ob Ausflugsprogramme oder gebuchte Unterkünfte beeinträchtigt sind, erfahren Urlauber beim Veranstalter. Menschen mit Atemwegsproblemen wenden sollten sich an einen Arzt wenden.

Hintergrund

Hawaii liegt ca.3.680 km südwestlich der US-Westküste. Insgesamt gehören 137 Inseln und Atolle mit einer Gesamtfläche von 16.625 km² zur Inselgruppe, die meisten davon sind jedoch nicht oder nicht mehr bewohnt. Die vielfältigen Landschaften, ein ganzjährig warmes Klima und viele öffentliche Strände machen Hawaii zu einem beliebten Zielpunkt von Touristen, Surfern, Biologen und Geologen.

Quelle: ADAC

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