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Tschechien: West-Nil-Virus bei Mücken in Südmähren nachgewiesen

Die Erreger des gefährlichen West-Nil-Fiebers sind auf dem Vormarsch. Wissenschaftler haben das ursprünglich in den Tropen beheimatete Virus nun bei Stechmücken in der tschechischen Region Südmähren nachgewiesen. 

West-Nil-Virus bei Mücken nachgewiesen © OEAMTC
West-Nil-Virus bei Mücken nachgewiesen © OEAMTC

Das Gebiet and der Grenze zu Österreich ist ein beliebtes Ziel für Fahrrad- und Wandertouristen. Forscher vermuten, dass Vögel den Erreger aus Afrika eingeschleppt und auf die Mücken übertragen haben. Das Risiko, dass sich auch Menschen anstecken könnten, sei real, so ein Sprecher des Gesundheitsamtes in Brünn.

Schutzmaßnahmen

Der einzige Weg gegen die Krankheit: Konsequente Vorbeugung. Besonders während der Dämmerung gilt es, helle, langärmelige Kleidung zu tragen und die unbedeckten Körperstellen mit Insektenschutzmittel einzureiben. Im Schlafzimmer schützen Moskitonetze. Eine Impfung gegen das Virus gibt es nicht.

Symptome

Die Symptome ähneln einer Grippe: Drei bis sechs Tage nach dem Stich einer infizierten Mücke bekommen Patienten Fieber und Muskelschmerzen, später schwellen oft die Lymphknoten an. Rund ein Drittel der Erkrankten erleidet Hautausschläge an Brust, Rücken und Armen, bei einigen Infizierten kommt es zu einer Hirn- oder Hirnhautentzündung. Schwere Verläufe bis hin zum Tod treten in der Regel nur bei älteren oder bereits geschwächten Personen auf. Wer die Symptome an sich bemerkt, sollte zum Arzt gehen.

Verbreitung

Das West-Nil-Fieber kommt vor allem in den Tropen und Subtropen vor, zudem in Teilen der USA und Kanadas. In Europa gab es bislang nur vereinzelte Fälle. In den letzten Jahren wurden besonders aus Griechenland mehrere Infektionen gemeldet.

Quelle: ADAC

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