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Europa: West-Nil-Virus auf dem Vormarsch

Die Erreger des gefährlichen West-Nil-Fiebers sind in Europa auf dem Vormarsch. Wissenschaftler haben das ursprünglich in den Tropen beheimatete Virus bei Stechmücken in Italien und anderen europäischen Regionen nachgewiesen.

West-Nil-Virus bei Mücken nachgewiesen © OEAMTC
West-Nil-Virus bei Mücken nachgewiesen © OEAMTC

Nach den jüngsten Angaben des European Centers for Disease Prevention and Control (ECDC) wurden in diesem Jahr mehr als 1.400 Erkrankungen registriert. 154 Menschen sind an der Infektion gestorben. Im Zeitraum vom 7. bis 13. Oktober sind 85 neue Krankheitsfälle hinzugekommen, knapp die Hälfte davon in Italien. Neue Fälle gab es auch in Rumänien (12), Griechenland (11), Frankreich (6), Ungarn (6), Bulgarien (5), Österreich (3) Tschechien (1) und Serbien (19). In Deutschland trat das West-Nil-Fieber bisher nur sehr selten auf, wobei es sich fast immer um aus dem Ausland eingeschleppte Fälle handelte.

Schutzmaßnahmen

Der einzige Weg gegen die Krankheit: Konsequente Vorbeugung. Besonders während der Dämmerung gilt es, helle, langärmelige Kleidung zu tragen und die unbedeckten Körperstellen mit Insektenschutzmittel einzureiben. Im Schlafzimmer schützen Moskitonetze. Eine Impfung gegen das Virus gibt es nicht.

Symptome

Die Symptome ähneln einer Grippe: Drei bis sechs Tage nach dem Stich einer infizierten Mücke bekommen Patienten Fieber und Muskelschmerzen, später schwellen oft die Lymphknoten an. Rund ein Drittel der Erkrankten erleidet Hautausschläge an Brust, Rücken und Armen, bei einigen Infizierten kommt es zu einer Hirn- oder Hirnhautentzündung. Schwere Verläufe bis hin zum Tod treten in der Regel nur bei älteren oder bereits geschwächten Personen auf. Wer die Symptome an sich bemerkt, sollte zum Arzt gehen.

Verbreitung

Das West-Nil-Fieber kommt vor allem in den Tropen und Subtropen vor, zudem in Teilen der USA und Kanadas. In Europa gab es bislang nur vereinzelte Fälle. In den letzten Jahren wurden besonders aus Griechenland mehrere Infektionen gemeldet.

Quelle: ADAC

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