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Südafrika: Wasserknappheit in Kapstadt

Die südafrikanische Kapregion im Südwesten des Landes leidet seit Monaten unter der schlimmsten Dürre seit mehr als hundert Jahren und muss nun drastisch Wasser sparen. 

Kapstadt (RMS) © Pixabay
Kapstadt (RMS) © Pixabay

Die südafrikanische Touristenmetropole Kapstadt hat ein Wasserproblem: Die Kapregion im Südwesten des Landes leidet seit Monaten unter der schlimmsten Dürre seit mehr als hundert Jahren und muss nun drastisch Wasser sparen. Erlaubt sind derzeit nicht mehr als 50 Liter Frischwasser pro Tag und Haushalt (das entspricht in etwa einer dreiminütigen Dusche).

Von dem Engpass sind auch Urlauber betroffen. Hotels und andere Unterkünfte rationieren das Wasser. Das kann beispielsweise dazu führen, dass der Pool und Schwimmbäder trocken bleiben, man nur zu bestimmten Uhrzeiten duschen oder baden kann oder die Handtücher seltener ausgetauscht werden. Golfplätze werden nicht mehr bewässert. Für die Trinkwasserversorgung ist bisher aber gesorgt. Sollte sich die Situation nicht deutlich verbessern, ist laut Stadtverwaltung mit Rationierungen des Trinkwassers ab Juni zu rechnen. Urlauber fragen am besten bei ihrem Veranstalter nach der aktuellen Lage vor Ort. Wie Kapstadt-Besucher helfen können, den Wasserkonsum zu reduzieren, erfahren sie auch im Infoblatt von South African Tourism.

Neben der Wasserknappheit hat Kapstadt inzwischen ein weiteres Problem: Nach einem Listeriose-Ausbruch und angesichts eines deutlichen Anstiegs von Typhus-Erkrankungen riefen die Gesundheitsbehörden inzwischen alle Einwohner dazu auf, trotz Wasserknappheit auf die Hygiene zu achten. Dazu gehöre vor allem regelmäßiges Händewaschen und die gründliche Reinigung von frischen Lebensmitteln. Die Behörden befürchten eine zunehmende Verunreinigung von Wasser, Lebensmitteln und Händen mit Fäkalien durch Entnahme von Wasser aus unsicheren Quellen.

Was ist Listeriose: Die Listeriose ist eine durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit. Sie kommt vor allem bei Schwangeren und deren ungeborenen Kindern sowie bei Neugeborenen, bei alten Menschen und bei Personen mit einer abgeschwächten Immunabwehr vor. Die Zahl der Listeriosen als Folge von Lebensmittelinfektionen – mit teils tödlichem Ausgang – ist in den letzten Jahren in Europa angestiegen. Für die Verbreitung der Erkrankung spielen vor allem verdorbene und verschmutzte Lebensmittel eine Rolle.

Auf Mückenschutz achten

Während der Südwesten weiter unter der Dürre leidet, regnete es in letzter Zeit im Norden und Osten des Landes besonders viel. Die diesjährige Regenzeit hat bereits zu zahlreichen Malariafällen, auch in der Region des Krügerparks, geführt. Urlauber sollten daher jetzt besonders konsequent auf Mückenschutz achten. Zu einem effektiven Mückenschutz zählen Haut bedeckende Kleidung, Mückennetze, Mücken abweisende Crems, Lotionen, Sprays, Räucherspiralen etc. Diese Vorsorge ist besonders wichtig in den Abend- und Nachtstunden. Falls Reisende während oder nach dem Aufenthalt Fieber bekommen, sollten sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Die Krankheit bricht frühestens sieben Tage nach dem ansteckenden Mückenstich aus. Ein typisches Symptom ist Fieber, begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen mit starkem Krankheitsgefühl. 

Quelle: ADAC

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