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Spanien: Vorsicht vor Demonstrationen in Katalonien!

Flugausfälle, Streiks, Straßenschlachten und verbrannte Autos: Darauf müssen sich Besucher der Touristen-Metropole Barcelona und anderer Städte der nordspanischen Region Katalonien derzeit einstellen.

RMS Katalonien  © Pixabay
Fahne Katalonien (RMS) © Pixabay

Anlass für diese Unruhen sind die Proteste gegen die jüngsten Gerichtsurteile für neun Separatistenführer, die immer wieder auch in Zusammenstößen mit der Polizei und Krawallen enden. Wer nach Katalonien will, sollte um Menschenansammlungen einen großen Bogen machen, die Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt befolgen und sich über die lokalen Medien auf dem Laufenden halten.  Sollte sich die Lage zuspitzen, ist nicht ausgeschlossen, dass Reiseveranstalter in Katalonien ihre Städtetrips anpassen oder sogar ganz aus dem Programm nehmen. Autofahrer können sich über die Homepage des spanischen Verkehrsministeriums über die aktuelle Verkehrslage in Spanien informieren. Informationen zum Flugstatus in Barcelona finden Reisende auf der Homepage des Airports. Verkehrsinformationen über die Straßenlage Barcelonas stellt die Stadtverwaltung bereit.

Aufgrund der politischen Entwicklungen im Rahmen der Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens sind größere Demonstrationen seit Jahren keine Seltenheit. Immer wieder kommt es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen, Straßenschlachten und zu Störungen im Flugverkehr, weil die Demonstranten die Zufahrtsstraßen versperren. In den vergangenen Tagen erst mussten etliche Flüge abgesagt werden. 

Bei den Demonstrationen und Straßenschlachten werden immer wieder auch die Zugänge zu Sehenswürdigkeiten (z.B. die weltberühmte Basilika Sagrada Familia) versperrt oder auch parkende Autos beschädigt. Dazu ein Hinweis für Autobesitzer: In Österreich versicherte Fahrzeuge, die bei einem Katalonien-Aufenthalt am Straßenrand geparkt werden, sind in der Regel nicht gegen Krawall-Schäden abgesichert. Die meisten Versicherungen schließen Schäden durch "Aufruhr und innere Unruhen" aus. Wer mit dem eigenen Auto nach Spanien fährt, sollte bereits vor Fahrtantritt mit seinem Versicherer klären, wann für eventuelle Schäden aufgekommen wird. 

Hintergrund

Das Oberste Gericht in Madrid hatte im Zuge des illegalen Abspaltungsreferendums von Oktober 2017 am Montag, 14. Oktober, lange Haftstrafen für frühere katalanische Spitzenpolitiker verhängt. Bereits unmittelbar nach Verkündung der Urteile war es zu Krawallen gekommen.

Quelle: ADAC

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