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Serbien: Überwachung des Tempolimits mit Hilfe von Mautstellen

Wer auf serbischen Autobahnen unterwegs ist, sollte darauf achten, niemals die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten. Ansonsten drohen ihm auch ohne Radarkontrollen empfindliche Geldstrafen.

Autobahn (RMS) © Pixabay
Autobahn (RMS) © Pixabay

Seit Herbst 2017 wird die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrzeugs unter anderem durch eine sogenannte Abschnittskontrolle („Section Control“) ermittelt. Betroffen sind vor allem die wichtigen Transitrouten A 1 (Horgos – Belgrad – Nis) und A 3 (Lipovac – Belgrad). Hier werden seit Ende April 2018 sämtliche Abschnitte flächendeckend überwacht.

Beim Passieren einer Mautstelle wird die Uhrzeit und die Mindestfahrdauer bis zur nächsten Mautstelle, die sich aus der Entfernung und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ergibt, auf dem Kassenbon vermerkt. Erreicht man die folgende Mautstelle früher als kalkuliert, muss man zwangsläufig zu schnell unterwegs gewesen sein. Die Konsequenz ist ein Bußgeld, das meist an Ort und Stelle bezahlt werden muss. Da die "Section Control" außerhalb Serbiens noch nicht genügend bekannt ist, werden Fahrer aus dem Ausland überdurchschnittlich häufig zur Kasse gebeten.

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung auf Autobahnen drohen folgende Geldstrafen:

• Bis 20 km/h: 3.000,-- RSD (25,-- Euro)
• 21 bis 40 km/h: 5.000,-- RSD (43,-- Euro)
• Ab 41 km/h: 6.000,-- bis 120.000,-- RSD (50,-- Euro bis 1.000,-- Euro)

Eine Beschlagnahme des Fahrzeugs durch die Polizei ist nicht zulässig.

Nach Regierungsangaben soll die Maßnahme die Sicherheit auf Serbiens Straßen erhöhen und Autofahrer bereits im Vorfeld abschrecken, zu sehr aufs Gas zu treten.

Quelle: ADAC

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