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Chur

Chur

Die Hauptstadt des Kantons Graubünden mit engen Gassen, prächtigen Hausfassaden und interessanten Museen ist Eingangstor zu den Rheintälern und Startrampe für Bergtouren. Chur ist das Mauerblümchen unter den Schweizer Städten und steht im Schatten der Graubündner Staradressen St. Moritz, Davos und Arosa – zu Unrecht. Immerhin beansprucht Chur, die älteste der Schweiz zu sein. Tatsächlich gibt es Siedlungsspuren, die über 10 000 Jahre zurückreichen. Die Bauwerke in den engen Gassen der intakten Altstadt spiegeln die Geschichte wider. Bischofssitz und Kathedrale überragen zwar bis heute das Zentrum, doch die Zünfte der Bürger und Handwerker schränkten die klerikale Macht schon früh ein. Von der Bedeutung der Zünfte zeugen die noblen Fassaden der Bürgerhäuser. Am Schnittpunkt der Alpenstraßen zu den Pässen über Julier, Septimer, San Bernardino und Splügen gelangte Chur zu Reichtum: Handelsware wurde zwischengelagert, Kaufleute und Wirte verdienten prächtig. In der verkehrsberuhigten mittelalterlichen Altstadt, die zum Bummeln und Einkaufen einlädt, schnuppert man gern einen Tag lang städtisches Schweizer Flair.