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Vermehrt Erdbeben auf den Azoren

Auf der Azoren-Insel São Jorge ist es in den vergangenden Wochen vermehrt zu seismischen Aktivitäten gekommen. 

Azoren © ÖAMTC Reisen
Azoren © ÖAMTC Reisen

In nur sieben Tagen seien knapp 13.000 Erdstöße erfasst worden, teilte das seismisch- vulkanische Überwachungszentrum der Azoren (Civisa) am Samstag mit. Das seien doppelt so viele wie im gesamten vergangenen Jahr. Nennenswerte Schäden verursachten die Erdstöße bisher zwar nicht. Diese Schwarmbeben können aber ein Hinweis auf einen bevorstehenden Vulkanausbruch sein. Wegen dieser starken seismischen Aktivität hoben die Behörden den Vulkanalarm auf die zweithöchste Stufe 4 an.

Mehrere Experten erklärten, man habe noch zu wenige Informationen, um einigermaßen konkrete Aussagen machen zu können. Der Geologe Ricardo Ramalho sagte zum Beispiel der Zeitung „Público“, ein größerer Vulkanausbruch wie etwa jener auf der zu Spanien gehörenden Kanareninsel La Palma, der im vorigen Jahr zwischen dem 19. September und dem 13. Dezember anhielt, sei zwar nicht auszuschließen. „Aber viele dieser seismischen Krisen führen glücklicherweise nicht zu Vulkanausbrüchen.“ Trotz aller Beruhigungsversuche verließen in den vergangenen Tagen nach Behördenangaben insgesamt etwa 1250 der knapp 8400 Einwohner Sao Jorges die Insel, die rund 1500 Kilometer westlich vom portugiesischen Festland liegt.

Außenministerium rät von nicht notwendigen Reisen ab

Aufgrund von derzeit außergewöhnlich starker seismischer Aktivität auf São Jorge raten die azorischen Behörden derzeit vorsorglich von nicht notwendigen Reisen auf die Insel ab. Sollten Sie die Insel bereisen, halten Sie sich bitte über aktuelle Entwicklungen informiert und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.

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