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Neuseeland: Touristensteuer ab Mitte 2019

Neuseeland-Urlauber müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Das Land plant die Einführung einer Touristensteuer. 

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neuseeland6  -  Natur pur: Milford Sound See.

 Das Land mit seinen vielen faszinierenden Landschaften führt zum 1. Oktober 2019 eine Touristensteuer in Höhe von 35 Neuseeländischen Dollar (umgerechnet rund 21 Euro) ein, die bei der Einreise zu bezahlen ist.

Neue Einreisebestimmungen ab Oktober

Zeitgleich werden auch die Einreisebestimmungen geändert. Ab Oktober benötigen Reisende für die erstmalige Einreise eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA) – nach US-amerikanischem Vorbild. Die Registrierung ist ab 1. Juli möglich und kostet 12 Neuseeländische Dollar (ca. 7 Euro) bei Online-Beantragung beziehungsweise 9 NZD (ca. 5 Euro) über eine App im Mobiltelefon. Die ETA müssen auch Transitreisende beantragen.

Die einmal erteilte Einreiseerlaubnis gilt für beliebig viele Einreisen für die Dauer von jeweils maximal 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren. Die zuständige Einwanderungsbehörde (Immigration) empfiehlt, den Antrag nach Möglichkeit mindestens 72 Stunden vor Reiseantritt zu stellen.

Mehr Infos bei der neuseeländischen Einwanderungsbehörde (Immigration).

Die bisherigen Einreisebestimmungen

Bis einschließlich 30. September gelten die alten Einreisebestimmungen. D.h. österreichische Staatsangehörige, die sich bis zu drei Monate als Touristen oder Geschäftsreisende in Neuseeland aufhalten, benötigen kein Visum. Sie müssen ein Rück- oder Weiterflugticket vorlegen und ausreichende finanzielle Mittel für die Bestreitung des Aufenthaltes nachweisen.

Begründung für die Touristensteuer

Die neuseeländische Regierung geht davon aus, dass durch die Touristensteuer rund 57 bis 80 Millionen Dollar (34 bis 48 Millionen Euro) pro Jahr in die Kassen gespült werden. Die Einnahmen sollen Infrastruktur und Naturschutz zugutekommen. "Es ist nur fair, dass Touristen einen kleinen Beitrag leisten, damit wir ihnen die entsprechende Infrastruktur bieten und die Landschaften, an denen sie sich erfreuen, bewahren können", sagte Tourismusminister Kelvin Davis in einer Mitteilung.

Das Urlaubsparadies Neuseeland

Neuseeland zählt zu den beliebtesten Fernreisezielen. Mehr als zwei Millionen Besucher reisen jährlich in den Inselstaat im südlichen Pazifik. Die Grundlage des Tourismus bilden die Vielfalt der Landschaften – Küsten, Seen und Fjorde, Hochgebirge und Gletscher, Vulkane und heiße Quellen - , die gut ausgebaute Infrastruktur und die aufgeschlossenen Bewohner. Einheimische beklagen allerdings zunehmend den Massenansturm auf ehemals einsamen Wanderwegen und den vielen Müll, den die Touristen zurücklassen.

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