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Italien: Brückeneinsturz auf der A 10 bei Genua

Nach dem Einsturz einer vierspurigen Brücke am Dienstag, 14. August, ist die italienische Autobahn A 10 (Genua – Savona) zwischen dem Autobahnkreuz mit der A 7 (Mailand - Genua) und Genua-Flughafen in beiden Richtungen auf unbestimmte Zeit gesperrt. Die Folge sind lange Umleitungen und Staus. Auch die Bahnverbindung Genua - Sestri Levante ist unterbrochen.

Stau (RMS) © Pixabay
Stau (RMS) © Pixabay

Von der Autobahnsperre betroffen sind vor allem Verkehrsteilnehmer auf dem Weg von und zum Flughafen sowie Reisende, die über Genua in Richtung Nizza/Savona und umgekehrt fahren wollen. Nicht unmittelbar tangiert sind Reisende aus Richtung Norden mit dem Ziel Fährhafen. Dieser ist weiter über die A 7 zu erreichen, es besteht aber erhöhte Staugefahr.

Tipps für Autourlauber

Die Brücke „Ponte Morandi“ - oder auch Polcevera-Viadukt genannt - verbindet nicht nur den Osten mit dem Westen der Hafenstadt. Sie ist Teil der Urlauberautobahn A 10 "Autostrada dei Fiori", einer wichtigen Verbindungsstraße nach Südfrankreich, in die Toskana, den Piemont und die Lombardei. Somit reißt die Unterbrechung dieses Abschnitts ein Riesenloch in den Verkehr. Auswirkungen auf andere Hauptverkehrsrouten durch Ausweichverkehr sind möglich. Urlaubsheimkehrer aus Südfrankreich sollten die Region Genua meiden und großräumig (z.B. über Ostfrankreich oder Turin) ausweichen.

Von einer Fahrt über die Küstenstraße 1 (Via Aurelia), die südlich der A 10 verläuft, ist wegen hoher Staugefahr dringend abzuraten.

Aktuelle Verkehrsinformationen findet man auf der Internetseite des Verkehrsportals Autostrade. Dort können auch Details zu den Umleitungen abgerufen werden. Kurzfristige Änderungen in der Streckenführung sind nicht auszuschließen.

Die Umleitungen im Detail

Der Verkehr auf der A 10 aus Richtung Nizza/Savona nach Genua beziehungsweise weiter in Richtung La Spezia wird ab Voltri (km 13) auf die A 26 (Voltri - Gravellona Toce) umgeleitet. Bei Predosa (km 72) besteht Anschluss zur Verbindungsautobahn A26/ A7 nach Bettole di Tortona, wo man auf die A 7 in Richtung Genua auffahren kann. Von hier aus kann man entweder über die A 7 nach Genua fahren oder nordwestlich der Stadt auf die A 12 in Richtung La Spezia wechseln. In der Gegenrichtung erfolgt die Umleitung entsprechend umgekehrt.

Wer auf der A 7 (Mailand - Genua) von Norden kommend zum Flughafen oder in Richtung Savona/Nizza will, sollte bei Bettole di Tortona auf die Verbindungsautobahn A26/ A7 nach Predosa wechseln und von dort über die A 26 zum Kreuz mit der A 10 bei Voltri (km 13) fahren. Dort besteht Anschluss nach Osten zum Flughafen oder nach Westen in Richtung Savona/Nizza. Auch hier erfolgt die Umleitung in Richtung Mailand entsprechend entgegengesetzt.

Auf den Umleitungsstrecken sollte man aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens längere Fahrzeiten kalkulieren. Dies gilt insbesondere für Passagiere des Flughafens Genua bei der An- und Abreise. Im Stadtgebiet von Genua sind zudem Rückstaus auf die A 7 (Mailand – Genua) und A 12 (Genua – La Spezia) nicht auszuschließen.

Umleitungen nach dem Brückeneinsturz auf der A10 bei Genua © ÖAMTC Umleitungen nach dem Brückeneinsturz auf der A10 bei Genua

Hintergrund

Laut italienischem Innenministerium stürzte der mehr als 40 Meter hohe Polcevera-Viadukt, der sich unter anderem über Wohnhäuser, Gleisanlagen und Fabriken spannt, während eines schweren Unwetters auf einer Länge von hundert Metern ein und riss etliche Fahrzeuge mit sich.

Quelle: ADAC

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