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Europa: Die schlimmsten Staurouten

Besonders an den Wochenenden wird es auf wichtigen Hauptverkehrsrouten eng. 

Verkehrsprognose - Stau Autobahn © iStock
Verkehrsprognose - Stau Autobahn © iStock

Wer seinen Urlaub im Ausland verbringt und mit dem Auto anreist, bleibt auch diesen Sommer vielerorts im Stau stecken. Die Gründe: Überlastung und Baustellen. Hier ist ein Überblick über die kritischsten Staupunkte.

Italien

Über ein großes Zeitpolster verfügen sollte, wer nach Italien will. Häufig dicht sind folgende Autobahnen:

  • A 22 Brennerautobahn (Brenner - Bozen - Modena)
  • A 23 (Villach - Udine)
  • A 4 (Verona - Venedig - Triest) und weiter über den schmalen slowenischen Küstenstreifen bis zur kroatischen Grenze bei Dragonja
  • A 7 (Mailand - Genua)
  • A 9 (Chiasso - Mailand) sowie der Großraum Mailand selbst

Auf der Autobahn A 4 Venedig - Triest ist wegen einer Großbaustelle im Abschnitt zwischen Portogruaro und Palmanova mit besonderer Staugefahr zu rechnen (siehe Artikel unten).

Hinweis

Nach dem Einsturz der Morandi-Brücke in Genua im August 2018 ist die Autobahn A 10 (Genua – Savona) zwischen dem Autobahnkreuz mit der A 7 (Mailand – Genua) und Genua-Flughafen in beiden Richtungen auf unbestimmte Zeit gesperrt. Die Folge sind lange Umleitungen und Staus. Autofahrer, die nicht zwingend nach Genua wollen, sollten die Region meiden und großräumig ausweichen.

Slowenien

Auch in Slowenien braucht man starke Nerven und viel Zeit. Chronisch überlastet sind folgende Autobahnen:

  • A 2 (Karawankentunnel - Ljubljana - Zagreb) und
  • A 1 (Ljubljana - Koper)

Ein Lichtblick: Seit Ende 2018 gibt es eine direkte Autobahnverbindung von Spielfeld (Österreich) über Maribor und Ptuj zur kroatischen Grenze bei Macelj. Die Staus der letzten Jahre dürften hier deutlich kürzer werden.

Und noch ein Hinweis: Die Adria-Küstenstraße zwischen Koper und Izola ist östlich von Izola seit 2017 dauerhaft gesperrt. Autofahrer können über die Schnellstraße H 6 ausweichen.

Kroatien

Kroatien-Urlauber werden sich auf dem Weg ans Meer ebenfalls durch manchen Engpass quälen müssen. Die schlimmsten Staufallen sind diese Verbindungen:

  • Triest - Rijeka
  • A 1/A 6 (Zagreb - Rijeka)
  • die Transitroute A 3 (Zagreb - Belgrad)
  • sowie die Küstenstraßen in Dalmatien

An den Mautstellen ist ebenfalls mit langen Wartezeiten zu rechnen.

Urlaubsservice 2019 (RMS) © ÖAMTC

ÖAMTC Urlaubsservice

Zu den üblichen Verzögerungen im Reiseverkehr werden voraussichtlich auch heuer wieder Grenzkontrollen zu Staus und Wartezeiten vor allem in Slowenien und Kroatien führen. Aus diesem Grund steht Reisenden das ÖAMTC Urlaubsservice zur Unterstützung bei der Planung der Fahrt zur Verfügung.

Zum Urlaubsservice

Schweiz

In der Schweiz werden Urlauber auf der Gotthard-Route A 2, vor allem vor dem Gotthardtunnel, auf der San Bernardino-Route A 13 sowie auf den wichtigen Durchgangsautobahnen A 1 (St. Gallen – Zürich – Bern) und A 3 (Basel – Zürich – Chur) warten müssen. Eine gute, wenngleich nicht ganz billige Alternative zur Gotthard-Route ist die Lötschberg-Autoverladung.

Frankreich

In Frankreich wird – wie in den Jahren zuvor – vor allem die Fahrt auf den Hauptferienrouten in Richtung Mittelmeer und an der Küstenautobahn nach Spanien zum Geduldsspiel:

  • A 36 / A 39 / A 7 (Mühlhausen – Dole – Lyon – Orange)
  • A 9 (Orange – Nimes – Montpellier – spanische Grenze)
  • A 8 an der Côte d`Azur von Monaco nach Aix-en-Provence

Belgien

Autofahrer in Belgien sollten auf folgenden Autobahnen mehr Fahrzeit einplanen:

  • A 1 (Antwerpen - Brüssel)
  • A 3 (GÜG Eynatten-Aachen/D - Lüttich - Brüssel)
  • A 10 (Brüssel - Oostende)
  • A 14 (Antwerpen - Gent - Kortrijk) und
  • A 21 (GÜG Ersel/NL - Antwerpen)

Niederlande

In den benachbarten Niederlanden ist die Staugefahr auf folgenden Autobahnen am größten:

  • A 1 (GÜG Bentheim/D - Amsterdam)
  • A 4 (Amsterdam - Den Haag - Rotterdam)
  • A 7 (GÜG Bunde/D - Groningen - Amsterdam)
  • A 12 (GÜG Emmerich/D - Utrecht - Den Haag)
  • A 67 (GÜG Venlo/D - Eindhoven - GÜG Ersel/B)

Tschechien

Viel Geduld sollten Autofahrer auf der D 1 (Prag – Brünn) haben. Der Grund: Die Autobahn ist in die Jahre gekommen und wird derzeit komplett erneuert. Die Folge sind längere Baustellenabschnitte, die bei hohem Verkehrsaufkommen zwangsläufig zu Staus führen. Die Sanierung soll noch bis 2021 andauern.

Ungarn

In Ungarn müssen Autofahrer vor allem auf der A 1 (Wien/Nickelsdorf – Budapest) sowie der Südumfahrung Budapest (M 0) zwischen den Anschlüssen von der A1 aus Richtung Wien und der A 5 in Richtung Szeged mit Engpässen rechnen. Darüber hinaus kann es insbesondere an den Wochenenden auf der M 7 (Budapest – Balaton) sowie auf den Landstraßen rund um den Balaton zu längeren Staus kommen.

Serbien

Transitreisende in Richtung Griechenland oder Türkei sollten im Bereich der serbischen Hauptstadt Belgrad die Südumfahrung E 75 neu meiden (diese ist ab dem Kreuz Dobanovci westlich von Belgrad ausgeschildert) und stattdessen die Stadtautobahn E 70/E 75 nützen. Der Grund: Die Südumfahrung ist bislang nur zum Teil ausgebaut und durch starken Lkw-Verkehr belastet. In den Spitzenzeiten bilden sich immer wieder lange Staus. Auf der Stadtautobahn sind zwar auch Verzögerungen einzuplanen, insgesamt ist diese Route aber günstiger.

Wer in Richtung Bulgarien (Sofia) fährt, sollte folgendes wissen: Die Autobahn A 4 (Nis – GÜG Kalotina) wird frühestens zum Jahresende durchgängig sein.

Deutlich entspannter als noch im letzten Sommer ist man hingegen in Richtung Griechenland unterwegs. Mit der Fertigstellung des 26 km langen Autobahnabschnittes Grdelica – Vladicin Han (südlich von Nis) Mitte Mai besteht nun eine durchgehende Autobahnverbindung zwischen Belgrad und Thessaloniki.

Quelle: ADAC

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