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Indonesien: Tsunami verwüstet Küstengebiete von Java und Sumatra

Eine Eruption des Vulkans Anak Krakatau in der Sundastraße hat am Sonntagmorgen, 23. Dezember, einen Tsunami ausgelöst. 

Vulkan (RMS) © Pixabay
Vulkan (RMS) © Pixabay

Auf den nahe gelegenen indonesischen Inseln Java (Pandeglang und Serang) und Sumatra (Süd-Lampung) kostete der Tsunami über 430 Menschen das Leben, tausende Menschen wurden durch die Flutwelle obdachlos. Zerstört wurden viele Häuser, Straßen und Brücken, darunter auch Hotels, Restaurants und andere touristische Einrichtungen in Strandnähe. Am schlimmsten betroffen ist der Bezirk Pandeglang, der vor allem bei einheimischen Touristen beliebt ist. 

Bali, die am häufigsten besuchte Touristenregion des Landes, wurde von der Naturkatastrophe hingegen verschont. Auch der Flugverkehr in die wichtigsten Zentren des Landes verläuft derzeit störungsfrei.

Ein Erdbeben in der Provinz West-Papua im Osten Indonesiens am Freitag, 28. Dezember, verlief glimpflich. Größere Schäden wurden nicht gemeldet.

 

Hinweise der Behörden

Nach Informationen des Außenministeriums wird die Wiederherstellung der Infrastruktur noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Kommunikationsmöglichkeiten per Telefon/Internet sind weiterhin eingeschränkt. Reisende in der Region werden gebeten, die lokalen Medien zu verfolgen und die Anweisungen von örtlichen Sicherheitskräften unbedingt zu befolgen.

Laut einem Sprecher der indonesischen Katastrophenschutzbehörde haben sich die Aktivitäten des Anak Krakatau zwar mittlerweile deutlich beruhigt, für eine Entwarnung ist es aber zu früh. Neue Eruptionen sind nicht auszuschließen. Die Behörden halten daher die zweithöchste Warnstufe rund um den Vulkan und auch die fünf Kilometer große Verbotszone aufrecht. Auch Störungen im Flugverkehr sind weiterhin möglich.

Tipps für Reisende

Wer in Kürze nach Indonesien will, sollte sich bei seinem Veranstalter und dem Außenministerium über die aktuelle Lage informieren. Beim Veranstalter erfährt man auch, ob es Einschränkungen bei Rundreisen gibt und ob Reisen wegen der Naturkatastrophe kostenlos storniert werden können. Die Möglichkeit kostenlos zu stornieren, hängt unter anderem davon ab, wie groß die Zerstörungen im Zielgebiet sind. Wenn ein Flug wegen einer Naturkatasrophe annulliert wurde, erhalten betroffene Passagiere von der Fluggesellschaft den kompletten Ticketpreis inklusive Steuern und Gebühren zurück. Alternativ besteht ein Anspruch auf kostenlose Umbuchung auf einen anderen Flugtermin. 

Hintergrundinfos

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring und erlebt häufig Vulkanausbrüche und Erdbeben. Ca. 130 Feuerberge sind heute noch aktiv. An Weihnachten 2004 wurde Indonesien schon einmal von einem Tsunami heimgesucht. Rund 230.000 Menschen in vierzehn Ländern verloren damals in den Fluten ihr Leben, in Indonesien, Thailand, Sri Lanka und Indien wurden ganze Landstriche verwüstet. Sogar im mehr als 6.400 Kilometer entfernten Ostafrika wurden rund 200 Menschen vom Wasser getötet.

Quelle: ADAC

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