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Frankreich: Großdemonstrationen am 8. Dezember

Proteste aufgrund hoher Kraftstoffpreise in Frankreich.

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Die Franzosen gehen aufgrund der hohen Kraftstoffpreise und aus Ärger über die Regierung seit Samstag, 17. November, landesweit auf die Straße und blockieren immer wieder wichtige Verkehrsachsen, Autobahnabschnitte, Kreisverkehre, Stadtzufahrten oder Zufahrten zu Erdöldepots. Zu den Protestaktionen hatte die Bewegung "gilets jaunes“ (gelbe Warnwesten) aufgerufen. Die Aktionen sind auch auf die Urlauberinsel Réunion im Indischen Ozean übergegangen.

Für Samstag, 8. Dezember, sind wieder landesweite Großdemonstrationen angekündigt. An diesem Tag werden nicht nur Verkehrsverbindungen gekappt. Auch zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten, darunter der Eiffelturm, der Louvre und das Musée d'Orsay in Paris, bleiben geschlossen, wie Kulturminister Franck Riester mitteilte. Die erwarteten Ausschreitungen bei den Demonstrationen machten es unmöglich, für die "angemessene Sicherheit" zu sorgen, hieß es.

 

Tipps für Reisende

Autofahrer müssen mit Staus und deutlich längeren Fahrzeiten rechnen. Sollte sich die Situation zuspitzen, ist nicht auszuschließen, dass durch die Blockaden der Erdöldepots Tankstellen auf dem Trockenen sitzen. In diesem Fall wird Reisenden geraten, frühzeitig nachzutanken bzw. jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen, um an Sprit zu kommen. Am besten noch kurz vor der Einreise ins Land Tank nachfüllen! Aus Sicherheitsgründen wird empfohlen, nicht mehr als 10 Liter Kraftstoff in Reservekanistern mitzuführen. 

Am Rande der Protestaktionen in Frankreich und Belgien kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Reisende sollten einen großen Bogen darum machen. Nach den Krawallen am Samstag, 1. Dezember, in Paris, haben Regierungsmitglieder die Verhängung des Ausnahmezustands nicht ausgeschlossen.

Auf der Urlauberinsel Réunion ist das öffentliche Leben nach Informationen des deutschen Auswärtigen Amtes durch die Proteste immer noch beeinträchtigt. Auch wenn Kraftstoff mittlerweile wieder verfügbar ist, kommt es zu Versorgungsengpässen, da die Vorräte vieler Geschäfte noch nicht wieder aufgefüllt werden konnten. Es sollte entsprechend mehr Zeit z.B. für die Anreise zu Flughäfen einkalkuliert, enger Kontakt zum Reiseveranstalter oder zur Fluglinie im Hinblick auf Änderungen von Flugzeiten und -routen gehalten und Anweisungen von Sicherheitskräften unbedingt Folge geleistet werden. Vorsorglich sollten Reisende bei außerplanmäßigen Zwischenlandungen auf einen gültigen Reisepass achten.

Hintergrund

Nach heftigen Krawallen hat die französische Regierung am Mittwoche, 5. Dezember, den "Gelbwesten" Zugeständnisse gemacht und die geplanten Steuererhöhungen auf Benzin und Diesel zurückgenommen. Ob dies aber genügt, um die Wut der Bürger zu drosseln und die Straßenblockaden zu beenden, bleibt abzuwarten.

Quelle: ADAC

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