Artikel drucken
Drucken

Frankreich: Auf Landstraßen nur noch 80 km/h erlaubt

Seit 1. Juli sind auf zweispurigen Straßen ohne trennenden Mittelstreifen nur mehr 80 statt wie bisher 90 km/h erlaubt.

Landstraße (RMS) © Pixabay
Landstraße © Pixabay

Im Kampf gegen die hohe Zahl von Verkehrstoten will die Regierung das Tempolimit auf Frankreichs Landstraßen von 90 auf 80 km/h senken. Die Maßnahme tritt am 1. Juli in Kraft und betrifft zweispurige Straßen ohne trennenden Mittelstreifen, in Frankreich insgesamt cirka 400.000 Straßenkilometer. Strecken, bei denen in jede Richtung zwei Spuren führen, sind von der Maßnahme ausgenommen. Hier gilt auch künftig Tempo 90. Unverändert bleiben sollen auch die Geschwindigkeitsbeschränkungen in Ortschaften, auf Schnellstraßen und Autobahnen. Dort sind 50km/h, 110 km/h bzw. 130 km/h erlaubt.

Im Zuge der Verkehrssicherheit sind neben der Absenkung der Geschwindigkeitsbegrenzung auch höhere Strafen für Handynutzer am Steuer oder Autofahrer, die den Zebrastreifen ignorieren, vorgesehen. Diese Verschärfungen könnten 2019 kommen.

Hintergrund für die Absenkung des Tempolimits auf Landstraßen sind Feststellungen des nationalen französischen Verkehrssicherheitsrats, wonach sich etwa 55 % der tödlichen Verkehrsunfälle (mit 1911 Verkehrstoten im Jahr 2016) auf Landstraßen mit jeweils einer Fahrspur ohne trennende Mittelleitplanke ereignen. Die französische Regierung erhofft sich durch die Maßnahme eine Verringerung der Verkehrsopfer um 300 bis 400 Verkehrstote pro Jahr.

Quelle: ADAC

Reiseangebote Frankreich

In dieser Fenstergröße bietet die mobile Ansicht besseren Überblick! Wenn Sie die Ansicht wechseln möchten, klicken Sie den Button jetzt wechseln