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Deutschland: Warnstreiks bei der Lufthansa

Wer heute oder morgen mit Lufthansa fliegen will, muss damit rechnen, dass er am Boden bleibt. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO, die für bessere Arbeitsbedingungen und einen neuen Tarifvertrag kämpft, hat ihre Mitglieder zu einem 48-Stunden-Streik aufgerufen, der heute um Mitternacht begonnen hat. Von der Arbeitsniederlegung sind alle Abflüge aus Deutschland betroffen.

Flugzeug am Boden © Shutterstock
Flugzeug am Boden © Shutterstock

Tipp für Passagiere

Rechtzeitig vor Reiseantritt den Flugstatus checken und gegebenenfalls umbuchen. Lufthansa bietet betroffenen Passagieren Umbuchungen auf die Bahn oder andere Flüge an. Die Airline hat bereits im Vorfeld 1300 Flüge gecancelt. Laut Sonderflugplan sollen am Donnerstag 700 und am Freitag 600 von jeweils rund 3000 Verbindungen ausfallen. Es könnten weitere Streichungen hinzukommen. Weitere Streikaufrufe bei anderen deutschen Flugbetrieben des Konzerns (Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline, Sun Express) sind jederzeit möglich. 

Hintergrundinfos

Deutschlands größte Airline hatte noch versucht, die Arbeitsniederlegung bei seiner Hauptmarke gerichtlich zu stoppen, war damit aber in zwei Instanzen gescheitert. Der Tarifkonflikt zwischen UFO und der Lufthansa schwelt seit Monaten. Zum Abschluss von förmlichen Tarifverträgen mit der UFO ist das Unternehmen nicht bereit. Es erkennt den UFO-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft vor Gericht die Fähigkeit absprechen lassen, Tarifverträge rechtsgültig abzuschließen. 

Bereits am Sonntag, 20. Oktober, gab es wegen eines UFO-Warnstreiks an den Airports in Berlin, Köln, München und Stuttgart Verspätungen und Flugausfälle. Ein Flugchaos blieb allerdings aus.

Quelle: ADAC

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