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Deutschland: Dieselfahrverbote

Infos rund um die Dieselfahrverbote in Deutschland. Wo gibt es bereits welche und wo drohen Fahrverbote.

Dieselfahrverbote Deutschland © RMS
Dieselfahrverbote Deutschland © RMS

Zusätzlich zur Plakettenpflicht in bereits bestehenden Umweltzonen werden 2019 laufend neue, noch strengere Dieselfahrverbote in Kraft treten. 

Die Regelungen im Detail:

Berlin

Gültig
Frühestens August 2019

Fahrverbotszone
Elf Abschnitte auf insgesamt acht Straßen in der Innenstadt, inklusive zentraler Hauptverkehrs- und Verbindungsstrecken in Mitte und Alt-Moabit, z.B. Leipziger Straße und Friedrichstraße

Betroffene Fahrzeuge
Diesel-Pkw und Diesel-Lkw der Euro-Abgasnormen 1 bis 5

Ausnahmen und Strafen
Noch nicht bekannt. Details zum geplanten Dieselfahrverbot werden im Rahmen des neuen Berliner Luftreinhalteplans, der bis zum 31. März 2019 fertig sein muss, erst beschlossen.

Bonn

Gültig
Umsetzung offen

Fahrverbotszone
Zwei vielbefahrene und damit sehr belastete Straßen

Betroffene Fahrzeuge
Diesel-Abgasnorm Euro 1-4 sowie Benziner der Klassen Euro 1 und 2

Ausnahmen und Strafen
Noch nicht bekannt.

Darmstadt

Gültig
ab Juni 2019

Fahrverbotszone
Fahrverbote auf folgenden beiden Straßen:Hügelstraße am City-Tunnel und Heinrichstraße.

Betroffene Fahrzeuge
Die Verbote gelten für Diesel-Fahrzeuge 1 bis Euronorm 5 und Benziner der Klassen 1 und 2

Ausnahmen und Strafen
Noch nicht bekannt.

Essen

Gültig
Umsetzung noch offen

Fahrverbotszone
aktuelle grüne Umweltzone, u.a. ein Abschnitt der A 40.

Betroffene Fahrzeuge
Diesel-Abgasnorm Euro 1-4 und Benziner der Klassen Euro 1 und 2. Ab September auch für Euro-5-Diesel

Ausnahmen und Strafen
Gewerbetreibende

Frankfurt am Main

Gültig
Umsetzung noch offen

Fahrverbotszone
Die Einschränkungen werden sich voraussichtlich an der derzeitigen Umweltzone orientieren. Die Frankfurter Umweltzone umfasst die Fläche innerhalb des Autobahnrings rund um die Stadt. Im Westen wird sie begrenzt durch die A5, im Süden durch die A3 und im Osten und Norden durch die A661.

Betroffene Fahrzeuge
Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge der Norm Euro 4 und älter sowie für Benziner der Norm Euro 1 und 2.

Ausnahmen und Strafen
Noch nicht bekannt

Gelsenkirchen

Gültig
Umsetzung noch offen, frühestens ab Juli 2019

Fahrverbotszone
Kurt-Schumacher-Straße

Betroffene Fahrzeuge
Diesel-Abgasnorm Euro 1-5

Ausnahmen und Strafen
Gewerbetreibende

Hamburg

Gültig
Seit 1. Juni 2018

Fahrverbotszone
Durchfahrtssperren gelten an der Max-Brauer-Allee und der Stresemannstraße. Die Straßenbeschilderung weist auf die Fahrverbote hin.

Insgesamt sind rund 600 Meter der Max-Brauer-Allee zwischen Chemnitzstraße/Gerichtstraße/Julius-Leber-Straße und Holstenstraße, sowie ein 1,6 Kilometer langer Abschnitt auf der Stresemannstraße zwischen Kaltenkircher Platz und Neuer Kamp.

Betroffene Fahrzeuge
An der Max-Brauer-Allee sollen laut Luftreinhalteplan keine Dieselfahrzeuge (Lkw und Pkw) mehr fahren dürfen, die nicht die Abgasnorm 6 bzw. Euro VI erfüllen. Die Stresemannstraße soll ausschließlich für Lkw gesperrt werden, die nicht der Abgasnorm "Euro VI" entsprechen.

Alternativrouten
Bei dem Dieselfahrverbots-Abschnitt Max-Brauer-Allee nennt die Umweltbehörde die Königstraße und Holstenstraße als Ausweichroute.

Ausnahmen und Strafen
Für Anwohner, Rettungsdienste oder Gewerbetreibende gibt es Ausnahmen. Wer die Einfahrtsbeschränkung ignoriert, muss mit einer Strafe in Höhe von 25 (Pkw) bis 75 Euro (Lkw) rechnen.

Köln

Gültig
Umsetzung noch offen

Fahrverbotszone
Gesamte Umweltzone

Betroffene Fahrzeuge
Diesel-Abgasnorm Euro 1-4 sowie Benziner der Klassen Euro 1 und 2.Ab September auch für Euro-5-Diesel

Ausnahmen und Strafen
Noch nicht bekannt.

Mainz

Gültig
ab eventuell 1. September 2019 (wenn der Grenzwert für Stickstoffdioxid in den ersten sechs Monaten 2019 nicht eingehalten wird)

Fahrverbotszone
Noch nicht bekannt

Betroffene Fahrzeuge
Diesel-Abgasnorm Euro 5 für einzelne Straßen, Euro 4 und älter für ganze Zonen

Ausnahmen und Strafen
Noch nicht bekannt.

Stuttgart

Gültig
Ab 1. Jänner 2019

Fahrverbotszone
Das Fahrverbot in Stuttgart wird sich auf das gesamte Stadtgebiet erstrecken.

Betroffene Fahrzuege
Betroffen sind Fahrzeuge der Euro-Abgasnorm 1 bis 4. Jüngere Dieselmodelle der Norm Euro 5 sind zunächst ausgenommen.
Das bedeutet, dass die Umweltzone aktuell nur von Fahrzeugen der Euro-Norm 5 oder 6 und mit einer grünen Umweltplakette befahren werden darf. Für Fahrzeuge der Euro-Norm 4, die zwar eine grüne Umweltplakette erhalten, gilt in Stuttgart ein Fahrverbot.

Ausnahmen und Strafen
Nicht unter das Verbot fallen Taxis, Reisebusse, Oldtimer mit entsprechendem Kennzeichen sowie Einsatz- und Hilfsfahrzeuge. Darüber hinaus wurden einige Übergangsregeln vereinbart. So soll für Anwohner mit älteren Dieselautos eine Übergangsfrist bis zum 1. April 2019 gelten. Auch Handwerksbetriebe erhalten Zeit, um ihren Fuhrpark zu erneuern. Verstöße gegen das Fahrverbot sollen mit einer Geldstrafe von 80 Euro geahndet werden.

FAQ: Wichtige Fragen und Antworten zum Diesefahrverbot

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