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Chile & Bolivien: Auswirkung der Ausschreitungen auf Reisende

Die südamerikanischen Länder Chile und Bolivien werden derzeit von Ausschreitungen erschüttert.

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Santiago de Chile © Horst Engelmann

Chile

Die schweren Unruhen, die Mitte Oktober nach einer Preiserhöhung im öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt Santiago ausgebrochen waren und sich rasch auf andere Städte ausgeweitet hatten, haben seit Anfang November nach Zugeständnissen der Regierung zwar nachgelassen, mit zum Teil gewalttätigen Demonstrationen ist aber weiterhin zu rechnen.

Der Ausnahmezustand, der nach Beginn der Ausschreitungen für die Städte Santiago, Valparaiso und Concepcion sowie mehrere Regionen des Landes verhängt worden war, ist mittlerweile wieder aufgehoben und auch die nächtlichen Ausgangssperren gelten nicht mehr.

Der Flugverkehr am Flughafen Santiago hat sich zwar weitgehend normalisiert, Verspätungen und Ausfälle – insbesondere im Inlandsverkehr – sind aber dennoch nicht auszuschließen. Auch die U-Bahn in der Hauptstadt fährt wieder. Aufgrund der Schäden, die die Proteste angerichtet haben, kommt es auf einzelnen Linien aber weiterhin zu Einschränkungen. Nicht auszuschließen sind zudem Störungen im überregionalen Busverkehr.

Die wichtigsten Touristenziele des Landes, Patagonien, der Nationalpark Torres del Paine, die Atacama-Wüste und die Osterinsel sind von den Unruhen bislang nicht betroffen und frei zugänglich. Zu bedenken ist allerdings, dass die Anreise aus Europa meist über die Zwischenstation Santiago de Chile führt.

Bolivien

Seit den umstrittenen Präsidentenwahlen am 20. Oktober, bei denen die Opposition der Regierung Wahlbetrug vorwirft, wird auch Bolivien von Unruhen erschüttert. Diese sind in den letzten Tagen weiter eskaliert. In der Millionenmetropole La Paz und anderen größeren Städten wie Sucre, Potosi, Santa Cruz, Cochabamba, Oruro und Trinidad kommt es immer wieder zu Streiks, Straßenblockaden und schweren Ausschreitungen. Teilweise sind auch die Zufahrtsstraßen zu den Flughäfen blockiert.

Bei Überlandreisen ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen, viele Fernbusse können nicht planmäßig verkehren. Auch einige Grenzübergänge nach Argentinien, Brasilien, Chile und Peru sind vorübergehend geschlossen.

Erschwert erreichbar ist auch die größte touristische Attraktion des Landes, die mehr als 10.000 Quadratkilometer große und auf rund 3.600 Metern Höhe gelegene Salzpfanne von Uyuni im Grenzgebiet zu Chile. 

Tipps für Reisende

Für beide Länder ist es ratsam, öffentliche Plätze und Menschenansammlungen zu meiden und den Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten. Zudem sollte man sich über die lokalen und die sozialen Medien über die aktuelle Lage informieren.

Reisende, deren Abflug unmittelbar bevorsteht, sollten sich an ihren Veranstalter oder ihre Airline wenden und fragen, ob sie mit Einschränkungen zu rechnen haben.

Quelle: ADAC

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