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Chile: Touristische Einschränkungen auf der Osterinsel

Besucher der zu Chile gehörenden Osterinsel müssen ihren Aufenthalt künftig genauer planen.

Osterinsel © jaboczw / pixabay.com
Osterinsel © jaboczw / pixabay.com

Am 22. Februar trat ein Gesetz in Kraft, das den Zugang zur Pazifikinsel neu regelt. Betroffen sind auch Touristen.

Die wichtigsten Bestimmungen für Reisende

Der maximale Aufenthalt von Touristen auf der Osterinsel wird von 90 auf 30 Tage verringert. Bei der Einreise muss ein amtliches Behördenformular ausgefüllt und ein Rückflugticket vorgelegt werden. Besucher müssen darüber hinaus für die Dauer ihres Aufenthalts eine Hotelreservierung oder die Einladung eines Inselbewohners nachweisen.

Hintergrund

Mit den Maßnahmen will Chile verhindern, dass die begrenzten Ressourcen der Insel übermäßig beansprucht werden. Noch stärker als Touristen sind aber chilenische Staatsbürger betroffen, die nun nicht mehr nach Belieben ihren Wohnsitz auf die Osterinsel verlegen können. Seit Jahren beklagen sich die polynesischen Ureinwohner, dass ihre Kultur durch den ungehinderten Zuzug vom südamerikanischen Festland gefährdet wird.

Urlaubsparadies im Pazifik

Die mitten im Pazifik gelegene Osterinsel (Rapa Nui) hat rund 8.000 Einwohner und gilt als einsamste Insel der Welt. Bis zum südamerikanischen Festland sind es rund 3.500 Kilometer. Tahiti als nächst gelegene, bewohnte Inselgruppe ist sogar 4.200 Kilometer entfernt. Durch regelmäßige Flüge ab Santiago de Chile ist die Osterinsel jedoch gut erschlossen und zieht jährlich rund 130.000 Besucher an. Sie fasziniert Touristen vor allem durch ihre einzigartige Kultur. Zwischen 900 und 1700 n.Chr. wurden hier auf riesigen Plattformen (Ahus) rund 600 überdimensionale Steinstatuen, die so genannten Moais, errichtet.

Quelle: ADAC

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