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Bulgarien: Pläne zur Euro-Einführung werden konkret

Die Europäische Währungsunion könnte schon bald noch größer werden.

Euromünzen (RMS) © Pixabay
Euromünzen (RMS) © Pixabay

Nachdem der Euro seit 2007 in Slowenien, Zypern, Malta, der Slowakei, Estland, Lettland und Litauen offizielles Zahlungsmittel wurde, plant nun auch Bulgarien einen Beitritt zum Währungsclub. Am 11. Januar gab Finanzminister Goranow bekannt, dass das Land bis zur Jahresmitte dem Europäischen Wechselkursmechanismus beitreten wird. Dies ist – neben finanziellen Kriterien, die Bulgarien weitgehend erfüllt – die Voraussetzung für einen Euro-Beitritt. Dieser könnte dann nach Zustimmung der EU-Gremien zwei Jahre später erfolgen. Derzeit bezahlen die Bulgaren mit der Landeswährung Lew. Der Umrechnungskurs liegt bei knapp zwei Lewa pro Euro.

Vorteile für Reisende

Die Euro-Einführung in Bulgarien würde auch den Reiseverkehr erleichtern. Wer in den südosteuropäischen Staat fährt, muss sich dann keine Landeswährung mehr besorgen und Wechselkursverluste in Kauf nehmen. Auch Preisvergleiche würden einfacher.

Wo gilt der Euro bereits?

Der Euro gilt derzeit in 19 der 28 EU-Mitgliedsstaaten:

  • Belgien
  • Deutschland
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich (einschließlich der außereuropäischen Überseedepartements Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte, St-Martin, St-Pierre et Miquelon und Reunion)
  • Griechenland
  • Irland
  • Italien
  • Lettland
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Niederlande (ohne Niederländische Antillen)
  • Österreich
  • Portugal (einschließlich Azoren und Madeira)
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien (einschließlich Kanarische Inseln)
  • Zypern


Darüber hinaus ist die Gemeinschaftswährung in den Kleinstaaten Andorra, Monaco, San Marino und Vatikan gesetzliches Zahlungsmittel. Die Balkanländer Montenegro und Kosovo haben den Euro einseitig und ohne Zustimmung der EU übernommen.

Wo wird der Euro als nächstes eingeführt?

Weitere Beitritte zur Eurozone sind in den nächsten Jahren eher unwahrscheinlich. Polen, Tschechien, Kroatien und Ungarn haben die Einführung auf unbestimmte Zeit verschoben, in Dänemark und Schweden hat sich die Bevölkerung in den Jahren 2000 beziehungsweise 2003 in Referenden gegen den Euro ausgesprochen. Großbritannien scheidet voraussichtlich 2019 komplett aus der EU aus. Konkrete Pläne gibt es lediglich in Rumänien. Hier wird eine Einführung bis 2022 erwogen.

Bulgarien – ein Ziel für Touristen

Bulgarien hat etwas mehr als sieben Millionen Einwohner und ist mit einer Fläche von 111.000 Quadratkilometern gut eineinhalbmal so groß wie Bayern. Das Land wird jedes Jahr von Millionen Touristen besucht, darunter auch mehr als 600.000 Deutschen. Highlights sind die Schwarzmeerküste mit ihren langen Sandstränden, aber auch das Landesinnere mit seiner reichhaltigen Kultur und weitgehend unberührten Natur- und Berglandschaften.

Quelle: ADAC

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