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Brasilien: Achtung vor Gelbfieber

Urlauber in Brasilien aufgepasst: In der Atlantikregion des südamerikanischen Landes ist das gefährliche Gelbfieber auf dem Vormarsch. Die brasilianischen Gesundheitsbehörden haben in diesem Jahr bis Ende März in den Bundesstaaten Minas Gerais (die Region zwischen Rio de Janeiro und Brasilia), Espirito Santo, Sao Paulo, Rio de Janeiro, Bahia, Tocantins und Rio Grande do Norte mehr als 700 Fälle bestätigt. 240 Menschen sind daran gestorben. Alle Infektionen wurden durch Mückenstiche übertragen. Es ist der größte Ausbruch in den letzten 30 Jahren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Schutzimpfung. Das Außenministerium weist jedoch in seinem jüngsten Reisehinweis darauf hin, dass eine Impfung nicht erforderlich ist, wenn lediglich die Küstenstädte Rio de Janeiro, São Paulo, Salvador de Bahia, Recife, Vitória und Fortaleza besucht werden.

Verschärfte Einreisebestimmungen in Lateinamerika

Die Länder Süd- und Mittelamerikas führen inzwischen verstärkte Kontrollen bei Einreisen aus Brasilien durch. Unter anderem Paraguay, Panama, Kuba, Bolivien und Venezuela verlangen inzwischen bei Reisenden, die aus Brasilien kommen, den Nachweis einer Impfung. Das gilt auch für Bürger aus Europa, die von Brasilien in die Länder reisen wollen. Airlines weisen Fluggäste ab, die den Impfpass mit dem Nachweis der Gelbfieberimpfung nicht dabei haben. Die Kosten für Umbuchungen und den Verlust der Flüge tragen die Fluggäste, weil es ihre Aufgabe sei, sich auch über kurzfristig geänderte Einreisebestimmungen in den Zielländern zu informieren.

Informationen zum Gelbfieber

Gelbfieber ist eine gefährliche Viruskrankheit, die von bestimmten Stechmücken übertragen wird. Wie bei den meisten Krankheiten durch Viren, ähnelt auch der Beginn einer Gelbfiebererkrankung zunächst einer Grippe: Ein paar Tage nach der eigentlichen Ansteckung treten hohes Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen auf. In dieser Phase ist Gelbfieber von Krankheiten wie Malaria, Denguefieber oder Chikungunya, die in den entsprechenden Regionen oft ebenfalls vorkommen, praktisch nicht zu unterscheiden. Diese Phase dauert einige Tage lang, danach erholen sich die Patienten langsam.

In einem Teil der Fälle kommt das Fieber jedoch nach ein, zwei Tagen zurück und in der folgenden Zeit werden lebenswichtige innere Organe wie Leber und Nieren massiv angegriffen. Die Patienten entwickeln eine Gelbsucht als Zeichen einer schweren Leberschädigung und erleiden vielfältige Blutungen aus Schleimhäuten und in Organen. Da es keine gezielte Behandlung gibt, sterben von den Menschen, die so schwer erkranken, zwischen 20% und 50%. Schützen können sich Reisende durch eine Impfung.

Quelle: ADAC

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