Artikel drucken
Drucken

Belgien: Ab August Pflicht-Registrierung für die Umweltzone in Brüssel

Österreichische Autofahrer, die die Umweltzone in Brüssel befahren möchten, müssen sich ab 1. August registrieren lassen. Ursprünglich sollte es bereits ab 1. Juli der Fall sein, der Termin wurde aber verschoben.

Flandern © ÖAMTC Reisen
Flandern © ÖAMTC Reisen

Die Umweltzone selbst gibt es bereits seit 1. Jänner. Diese gilt rund um die Uhr an allen sieben Wochentagen und umfasst die gesamte Metropolregion der belgischen Hauptstadt. Im Westen, Norden und Osten wird sie durch den Brüsseler Autobahnring R0 begrenzt, der selbst nicht zur Umweltzone gehört, im Süden durch die Gemeinde Watermael-Boitsfort. Die Registrierung ist kostenlos und erfolgt online, ist derzeit jedoch noch nicht möglich. Eine Plakette ist nicht erforderlich.

Betroffene Fahrzeuge

Vom Einfahrverbot in die Umweltzone sind bislang dieselbetriebene PKW, Vans, Transporter bis 3,5 t, Busse und Reisebusse betroffen, die nicht die vorgeschriebene Euronorm 2 bis 6 aufweisen, also die Euronorm 0 oder 1 aufweisen. Dies gilt sowohl für belgische als auch für ausländische Fahrzeuge. Andere Fahrzeuge - darunter Motorräder, Kleinkrafträder, LKW über 3,5 t (nur zum Warentransport) sowie elektro- und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge - fallen nicht unter die Regelungen der Umweltzone.

Wichtig: Ungeachtet der Einfahrtsregelungen muss man auch Fahrzeuge, die die vorgeschriebene Euronorm erfüllen, vorab registrieren, wenn sie im Ausland, z.B. in Österreich, zugelassen sind!

Einzelheiten zu den Bestimmungen können auf der Homepage der Stadt Brüssel abgerufen werden.

Tagesticket für Fahrzeuge mit Zufahrtsverbot

Tagespässe für Dieselfahrzeuge mit der Abgasnorm Euro 0 und 1, die unter das Zufahrtsverbot fallen, ermöglichen die Einfahrt maximal 8 x pro Jahr und können für 35 Euro ab dem 1. September erworben werden. Ein Tagespass umfasst allerdings nicht die Parkgebühr auf gebührenpflichtigen Parkplätzen. Ein Parkticket muss gesondert gelöst werden.

Strafen

Bis einschließlich September 2018 soll bei Verstößen gegen die Umweltzone auf Strafen verzichtet werden. Das bedeutet, dass Autofahrer erst danach mit einem Bußgeld rechnen müssen. Dieses soll dann allerdings zwischen 150 und 350 Euro betragen.

Mehr Infos über die neue Umweltzone in Belgien auf der Website der Stadt Brüssel.

Quelle: ADAC

Das könnte Sie auch interessieren

Mitführpflichten für Autofahrer in Europa

Ist man als Lenker auf österreichischen Straßen unterwegs, gehören Warnweste, Warndreieck und Verbandszeug zur Pflichtausstattung im Fahrzeug. Fährt man ins Ausland, können andere Bestimmungen gelten. Man ist gut beraten, sich vor der Abfahrt über die jeweiligen Mitführpflichten des Landes zu informieren – sonst drohen teilweise hohe Strafen.

Mitführpflichten für Motorradfahrer in Europa

Wer eine Motorrad-Tour durch Europa plant, sollte sich vor Antritt der Reise über die jeweiligen Mitführpflichten der Länder informieren. Denn hält man die Bestimmungen nicht ein, drohen teilweise hohe Strafen.

In dieser Fenstergröße bietet die mobile Ansicht besseren Überblick! Wenn Sie die Ansicht wechseln möchten, klicken Sie den Button jetzt wechseln