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Buschbrände in Australien: Regen sorgt für Entspannung

Entspannung bei den Buschbränden in Australien: Im Kampf gegen die Flammen erhalten die Einsatzkräfte Unterstützung durch Regenfälle. Diese sind aber so heftig, dass sie örtliche Überflutungen auslösen. Reisende müssen sich weiter vorsehen und möglicherweise ihre Routen ändern.

TIP_Waldbrand_iStock © Gilithuka / Gilithuka
TIP_Waldbrand_iStock © Gilithuka / Gilithuka

Betroffene Bundesstaaten

Auch wenn es den Einsatzkräften gelingt, viele Brände einzudämmen, wüten in den Bundesstaaten New South Wales, Victoria und South Australia immer noch etliche Feuer. Mehrere Straßen, Eisenbahnlinien und Nationalparks sind aus Sicherheitsgründen weiterhin gesperrt und die Großräume Sydney, Canberra und Melbourne werden von Rauchwolken heimgesucht. In den letzten Wochen mussten dort immer wieder Flüge gestrichen werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind die Feuer auch die Ursache dafür, dass die Zahl der Notfallpatienten mit Atembeschwerden und Asthma zunimmt.

In New South Wales konzentrieren sich die Brände vor allem auf das Gebiet der Blue Mountains westlich von Sydney sowie auf den 250 Kilometer langen Küstenstreifen zwischen Nowra und Bega. Die meisten Evakuierungsanordnungen wurden mittlerweile aber aufgehoben.

Im Bundesstaat Victoria wüten die Flammen vor allem in der Region östlich der Stadt Bairnsdale, einem Gebiet etwa so groß wie Belgien. Ebenfalls kritisch ist die Lage im Hinterland der Stadt Wodonga, rund 400 Kilometer nordöstlich von Melbourne.

Demgegenüber sind die Feuer In South Australia weitgehend unter Kontrolle. In den vergangenen Wochen mussten vor allem auf der beliebten Ferieninsel Kangaroo Island südlich von Adelaide viele Anwohner ihre Häuser verlassen. Auch wenn diese zum Teil wieder zurückkehren können, sind die Schäden für den Tourismus enorm. Brände tobten auch in den Adelaide Hills östlich der Millionenstadt.

Die Buschbrand-Saison begann in diesem Jahr ungewöhnlich früh, wofür Wissenschaftler unter anderem den Klimawandel verantwortlich machen. Außerdem litten die betroffenen Bundesstaaten seit längerem unter großer Trockenheit. 

Überschwemmungen in Queensland

Die Regenfälle, die im Südosten den Feuerwehren bei der Brandbekämpfung helfen, waren in den letzten Tagen im Bundesstaat Queensland so stark, dass sie örtliche Überflutungen ausgelöst haben. Straßen standen unter Wasser und die Behörden warnen vor gefährlichen Sturzfluten.

Am stärksten betroffen ist die Küstenregion in einem Streifen je hundert Kilometer nördlich und südlich der Hauptstadt Brisbane, darunter auch die beliebten Urlaubsgebiete Gold Coast und Sunshine Coast. Mehrere Straßenverbindungen sind unterbrochen. 16.000 Menschen waren zeitweise ohne Strom.

Mit einem raschen Ende der Niederschläge ist nicht zu rechnen.

Tipps für Australien-Reisende

Generell müssen Australien-Reisende vor allem während der heißen Monate des australischen Sommers (Dezember bis Februar) wegen Buschbränden beziehungsweise der Gefahr von Buschbränden vor allem im Süden und Osten des Kontinents immer wieder mit Straßensperren, unterbrochenen Eisenbahnlinien und geschlossenen Nationalparks rechnen.

Die starke Rauchentwicklung – die inzwischen laut Behörden elf Mal schlimmer ist als der als "gefährlich" geltende Wert – setzt auch Autofahrern zu. Besonders betroffen davon ist unter anderem Sydney und die Hauptstadt Canberra. Personen mit Atemwegserkrankungen sollten sich auf keinen Fall der rauchigen Luft aussetzen! Durch die schlechte Sicht sind überdies Störungen im Flugverkehr möglich. Alle Reisenden tun gut daran, den Sicherheitshinweisen (auch Evakuierungsanordnungen) von Polizei und Feuerwehr Folge zu leisten.

Sollte sich die Wasserknappheit zuspitzen, müssen auch Touristen mit Einschränkungen rechnen. Die Rationierung des kühlen Nass könnte dann beispielsweise dazu führen, dass nicht nur private Pools trocken bleiben, sondern auch Strandduschen außer Betrieb genommen werden oder man nur zu bestimmten Uhrzeiten fließend Wasser hat. Engpässe bei der Trinkwasserversorgung in den Urlaubsgebieten gibt es bisher aber nicht.

Wer in Kürze nach Australien will, erfährt auf den Seiten der Feuerwehren von New South Wales* und Victoria*, wo genau sich die Flammenherde befinden. Informationen zu gesperrten Straßen stellen die Verkehrsbehörden von New South Wales* bzw. Victoria* bereit. 

Ob Rundreisen wie geplant stattfinden können, erfahren Urlauber bei ihrem Reiseveranstalter. Einige Unternehmen bieten kostenfreie Umbuchungen und Stornierungen an.

Quelle: ADAC

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