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ÖAMTC Fahrtechnik macht Physikunterricht erlebbar

Jugendliche erfahren die Anziehungskraft der Naturgesetze

Doppelte Geschwindigkeit ist 4-facher Bremsweg. Was rasch berechnet werden kann, ist aus der Sicht von Jugendlichen nicht immer nachvollziehbar. Deshalb haben der Landeschulrat für Niederösterreich und die ÖAMTC Fahrtechnik mit "Fahrphysik erleben" ein in Österreich einzigartiges Modell entwickelt, bei dem Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren Inhalte des Physikunterrichts erleben, erfahren und somit einfacher verstehen können.

Am 11. November 2016, wurde es im Fahrtechnik Zentrum Melk vorgestellt. ÖAMTC-Verbandsdirektor Oliver Schmerold erklärt: "Bei diesem Programm erleben die Jugendlichen im sicheren Rahmen was passiert, wenn man an die Grenzen der Physik stößt. Es ist eine Erfahrung, die auch noch in Erinnerung ist, wenn die Schüler später einmal selbst das Steuer übernehmen."

Die Grenzen der Fahrphysik erleben

"Fahrphysik erleben" bietet die Verknüpfung von Theorie und Praxis. Die Schüler werden im Physikunterricht auf dieses sehr wichtige Thema nicht nur vorbereitet, sondern durch begleitende Materialien, die von Physiklehrkräften und der Landesschulinspektorin für Mathematik und Physik in Niederösterreich, Mag.a Hermine Rögner ausgearbeitet wurden, unterstützt. "Darüber hinaus leisten wir mit dem Projekt einen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit für diese jugendliche Zielgruppe. Darum haben wir uns entschlossen, seitens des Landesschulrates diese Exkursion als fixen Bestandteil des Unterrichts für die 9. und 10. Schulstufe in die Jahresplanung aufzunehmen", so Johann Heuras, Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Niederösterreich.

Die Geschwindigkeit macht den Unterschied

Bei der Presseveranstaltung haben Schüler des G/RG Sachsenbrunn hautnah erlebt, dass die Gesetze der Physik für alle gelten und es nicht nur um Auswendiglernen von Theorie geht. In einem speziellen Gurtschlitten konnten sie spüren, wie es sich anfühlt, wenn man nur mit einer Geschwindigkeit von fünf Km/h abrupt abgebremst wird. "Da drückt's dich ordentlich in den Gurt. Ich hätte nicht gedacht, dass die Kräfte schon so stark sind", sagte der 15-jährige Maximilian Bauer.

Danach nahmen die Jugendlichen bei erfahrenen Instruktoren der ÖAMTC Fahrtechnik im Auto Platz. Kurvenfahren, Aquaplaning und Schleudern standen am Programm. "Bei all diesen Dingen spielen viele physikalische Faktoren eine Rolle. Am Ende ist es aber meistens die richtige Geschwindigkeit, die den Unterschied ausmacht. Ich kann zwar die perfekte Technik beherrschen, aber nicht die Physik austricksen. Das möchten wir den Schülern mitgeben – noch bevor sie ihren Führerschein machen", so Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik.

Über das Programm "Fahrphysik erleben"

Das Programm richtet sich an Jugendliche ab der 9. Schulstufe. Es ist kostenlos und auf drei Einheiten á 50 Minuten ausgelegt. Bei Interesse können Lehrer ihre Klasse unter fahrtechnik@oeamtc.at anmelden. Das Programm steht derzeit in den niederösterreichischen Fahrtechnik Zentren in Teesdorf und Melk zur Verfügung.

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