TESTS
| Kopfbelastung | Überlebensraum | Bewertung | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Frontsitze | - | O | ![]() |
||||||
| Rücksitze | + | Ø | ![]() |
||||||
| Legende | |||||||||
| ++ | sehr gut | + | gut | O | befriedigend | Ø | ausreichend | - | mangelhaft |
Die A-Säule des Mini wird auf Grund ihrer aufrechten und stabilen Bauweise am wenigsten deformiert. Auf der Fahrerseite wurde die A-Säule 31 mm nach unten gedrückt. Aus diesem Grund bietet der Mini von allen drei Fahrzeugen den stabilsten Überrollschutz für die vorderen Sitzplätze. Leider wird das Ergebnis aber im Test zunichte gemacht, weil der Beifahrer mit dem Oberkörper stark aus dem Gurt rutscht und sehr hart auf dem Boden schlägt. Die fehlende Gurthöhenverstellung (Gurtgeometrie) und die nicht gezündeten Gurtstraffer verstärken den Effekt. Somit werden Kopfbelastungen gemessen, die die biomechanischen Grenzwerte übersteigen und nur noch mangelhaften Insassenschutz bieten. Der Überlebensraum für die vorderen Sitzplätze kann, nach dem Überschlag für die kleine Frau mit sehr gut bewertet werden und auch für den mittelgroßen Mann ist der Insassenschutz noch befriedigend. Erst für den großen und schweren Mann mit einer Größe von ca.1, 85m, wird die Sache gefährlich und muss deshalb mit mangelhaft bewertet werden, im Gesamttesturteil bedeutet das nur “ausreichend“.
Durch die Überrollbügel des Mini und die Seitenwände der hinteren Sitzplätze werden die hinteren Insassen bei diesem Test nur „befriedigend“ geschützt, da ein Kopfkontakt der hinteren Insassen mit der Fahrbahn durch das feststehende Überschlagsystem nicht vermieden werden kann. Die gemessenen Kopfbelastungen stellen deshalb ein erhöhtes Verletzungsrisiko dar. Für die hinteren Insassen wurden leider keine Gurtstraffer vorgesehen, welche die Insassen besser in Position halten würden. Die Kratzspuren am oberen Ende der Überrollbügel zeigen, dass es hier zu einem Kontakt des Überrollbügels mit dem Fahrbahnuntergrund gekommen ist.
Die anschließende Vermessung ergab, dass es zu keiner nennenswerten Verformung des Überrollbügels gekommen ist, weshalb der Überlebensraum für die kleine Frau mit sehr gut bewertet werden kann. Das der Überlebensraum für den mittelgroßen und den großen und schweren Mann nur mit mangelhaft bewertet wurde, liegt daran, dass der feste Überrollbügel vom Mini generell zu kurz ist. Das Testurteil für die hinteren Plätze ist aber noch als „befriedigend“ zu bewerten.
Der Insassenschutz des Mini Cooper kann für die vorderen Sitzplätze insgesamt nur mit ausreichend bewertet werden. Trotz der stabilen A-Säule kommt es zu einem harten Kopfkontakt der Insassen mit der Fahrbahn. Die relativ niedrigen Gurtumlenkpunkte und die nicht aktivierten Gurtstraffer begünstigen das Herausrutschen der Insassen aus dem Gurt und somit die Gefahr eines Kopfkontaktes der Insassen mit der Fahrbahn. Auf den hinteren Sitzplätzen im Mini Cooper sollten lieber nur kleine Personen Platz nehmen, da diese sehr gut geschützt sind. Der Insassenschutz für Personen über ca. 1,75m ist dagegen nur mangelhaft, weil die Überrollbügel für diese Personen bereits zu kurz sind.
Die serienmäßige Sicherheitsausstattung des Mini, ist im Verhältnis zu seinem hohen Preis eher durchschnittlich. Der Mini verfügt zwar serienmäßig über Überrollschutz, Front-, Seiten,- und Kopfairbags, ein ESP oder Gurtwarner gibt es aber nur gegen Aufpreis. Gerade für diese Unfallart sind jedoch genau diese Features extrem wichtig. Beim Mini gibt es einen Schlüsselschalter zur Airbagabschaltung und Isofix- Halterungen nur optional. Airbag- Warnhinweise für die Nutzung rückwärtsgerichteter Kindersitze auf dem Beifahrersitz sind nicht sichtbar im Fahrzeug angebracht.