ÖAMTC Kinderbuch - Sicherheit und Spaß für Groß und Klein
mit dem Gurt fällt weg, das Risiko einer Fehlmontage wird fast vollständig ausgeschlossen. Bei einem Unfall machen Kind und Sitz eine berechenbarere Verzögerung mit, das Kind ist weniger hohen Belastungen ausgesetzt. Der Begriff i-Size ist der Folgebegriff von Isofix laut der neuen Norm UN R129. Wesentliche Unterschiede sind, dass i-Size-Sitze nur in Verbindung mit Isofix- Systemen gültig sind, sich die Einteilung an der Körpergröße und nicht am Körpergewicht orientiert sowie das vorwärtsgerichtete Fahren erst ab 15 Monaten möglich ist. Vorteil von i-Size: Jeder i-Size-Sitz passt in jedes i-Size-Auto. Damit erspart man sich das Nachlesen in der Fahrzeugliste. Nachteil: Isofix-Sitze/i-Size-Sitze sind relativ teuer und nicht für alle Fahrzeug modelle zugelassen oder einsetzbar. 3.2 Kindersitz-Systeme für größere Kinder 15–25 Kilogramm Körpergewicht, 4 bis 7 Jahre: ECE-Gruppe II 22–36 Kilogramm Körpergewicht, ab 6 Jahren: ECE-Gruppe III Kinder sollen lernen, dass Autofahren eine Tätigkeit ist, bei der man auf viele Dinge achten muss, damit Menschen nicht zu Schaden kommen. Sie wissen meist gut, was während der Autofahrt nicht erlaubt ist, z.B. in die Rückenlehne treten oder den Fahrer stören. Für viele ist es auch selbstver ständlich, dass sie im Auto im Kindersitz sitzen. Das geht so weit, dass sie manchmal ihre Eltern motivieren, sich anzuschnallen. Eltern sollten sich daher bewusst sein, dass ihre Vorbildwirkung in puncto Angurten groß ist. Auch wenn Kinder etwas schwerer sind als 36 Kilo (ECE-Gruppe III), sollten und dürfen sie auf einem Sitzpolster gesichert sein. Sitzerhöher mit Rückenlehne: Das Kind wird im Rückhaltesystem mit dem Kfz-Original- Dreipunktgurt gesichert, dessen Gurtführung ein Abtauchen unter dem Gurt verhindert. Bei der Montage wird der Sicher heitsgurt durch die vorgesehenen Führungshaken gezogen. Unbedingt darauf achten, dass die Gurte straff angezogen sind und der Schultergurt nicht am Hals einschneidet. Vorteil: Die Rückenlehne vermindert bei einem Seitenaufprall die Verletzungsgefahr, und der Kopf wird durch die Kopfstütze besser geschützt. Zudem wird die Gurtführung optimiert. Nachteil: geringe Akzeptanz bei größeren Kindern. 17 Kinderbuch
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