FT Insides - Juni 2023
Nun zur Kalibrierung der Systeme: Diese erfolgt mittels eines speziell entwickelten Geräts. Christian: "Das Auto wird vor der Kalibrierung rund um – also 365 Grad – mit Kalibrieraufsätzen und Spezialwerkzeugen versehen. Dann wird als erstes die Achsgeometrie geprüft. Die Hinterachse ist die spurführende Achse, daher wird das Kalibrier-Tool auf diese ausgerichtet. Mit etwa 20 Kalibriertafeln können die Sensoren dann ausgerichtet werden. Damit richtig kalibriert werden kann, sind die "Muster" auf den Tafeln mit den jeweiligen Vorgaben der Fahrzeughersteller hinterlegt. Innerhalb des Fahrzeuges wird im Steuergerät dann das 'Gutbild' mit dem 'Ist-Bild' verglichen und digital übereinandergelegt. Wenn eine leichte Verschiebung stattfindet, wird gegengerechnet und direkt nachjustiert. Zuerst wird der Kamera-, dann der Radarsensor eingestellt. Die Radarsensoren, die beispielsweise den Tempomaten und Notbremsassistenten betreffen, werden mit einem speziellen Radar-Reflektor kalibriert. Um die seitlichen Sensoren zu kalibrieren, kommen zusätzlich zu den Kalibriertafeln auch Teppiche zum Einsatz." Wichtig für die Kalibrierung ist, dass das Auto ausreichend Platz hat. An einigen ÖAMTC-Stützpunkten haben wir bereits solche Kalibrierplätze geschaffen. Mehr Infos unter: öamtc.at © ÖAMTC/Wilhelm Bauer
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