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Wir haben hier zwar sinngemäß die Zukunft vor Augen, allerdings gilt es noch den letzten Schritt in der Evolution abzuwarten: die Serienreife. 

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Wir haben hier zwar sinngemäß die Zukunft vor Augen, allerdings gilt es noch den letzten Schritt in der Evolution abzuwarten: die Serienreife. 

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März 2018

Autosalon Genf: Warten auf die Zukunft

Und während am Horizont bereits das Morgen spürbar wird, erleben wir ringsum den Untergang der alten automobilen Welt. Eine Erklärung anhand 17 ausgewählter Neuheiten des heurigen Genfer Automobilsalons, kurz: GIMS2018.

Genf. Das Palexpo-Areal. Die Kulisse ist beeindruckend. Und damit meinen wir in diesem Moment noch gar nicht so sehr das Innere der Messehallen. Zunächst zieht uns Mutter Natur in ihren Bann. In nur wenigen Kilometern Entfernung erheben sich im Westen Genfs die Berge mit ihren angezuckerten Spitzerln in imposanter Manier auf rund 1.700 Höhenmeter, im Osten dagegen liegt, ungemein adrett eingesäumt, der See.

Von so einer Harmonie der Szenerie kann die Autobranche momentan nur träumen. Gefangen im Bann der Elektrifizierung des Antriebsstrangs und noch immer versuchend, dem Strudel des Dieselskandals zu entkommen, herrscht an attraktiven Ausstellungsobjekten fast schon Mangel.

Und doch ist zu spüren, wie sie sich alle bemühen. Studien auf allen Ständen künden davon. Dass manches davon sehr realistisch ist, anderes wiederum derart utopisch anmutet, dass sie selbst in den Filmstudios Hollywoods noch etwas dazulernen könnten, liegt freilich in der Natur der Sache.

An dieser Stelle splitten wir unsere Berichterstattung (und würden sie dennoch bitten, wieder hierher zurückzukommen, es lohnt sich, versprochen).

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Erstens: Unser Best-of-Show-Video, persönlich ausgewählt

Den Bewegtbild-Affinen legen wir nun dieses Video (hier klicken) ans Herz; mein Kollege Christian Stich zeigt ihnen, liebe Leser, seine Highlights des heurigen Salons. Danach können sie locker in jedem Aufzugs-Gespräch oder beim Smalltalk in der Kaffeeküche brillieren. Doppeltes "Thumbs up" für die glasklare Video-Ästhetik, die übrigens von www.fiskur.at stammt

Zweitens: Bilder, Bilder, Bilder

Von A wie A-Klasse bis Z wie Zukunfts-Taxi. Unser Fotograf Markus hat mit seinem Feinsinn für das richtige Arrangement den Porsche 911 GT3 RS ebenso abgelichtet wie den kroatischen Hyper-Elektro-Sportwagen von Rimac, den Concept Two.

Ein Hubschrauber-Vehikel ist dabei, der erste vollelektrische Jaguar – der ja in Österreich produziert wird –, das neue Brennstoffzellen-SUV von Hyundai (der Nexo), dazu eine Handvoll neue, aber vergleichsweise klassische Autos: der Audi A6 beispielsweise, oder der Kia Ceed sowie der Auris von Toyota. Außerdem haben wir mittendrin im Neuheiten-Getümmel ein herrlich praktisches Familienauto entdeckt, das Platz für drei Kinder, den Familienhund und Gepäck bietet, und dennoch nicht exorbitant teuer ist: den Peugeot Rifter.

Wir wünschen viel Vergnügen!

Exkurs 1: Made in Austria, der Jaguar I-Pace

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1 Der I-Pace ist der erste vollelektrisch fahrende Jaguar und wird ab sofort bei Magna Steyr in Graz gefertigt. Was ihn bewegt? 2 Elektromotoren mit einer Systemleistung von umgerechnet 400 PS, die Energie kommt von einer 90-kWh-Lithium-Ionen-Batterie. © markuszahradnik.com/Grafik/wko

2 Ebenfalls interessant: Reichweite: 480 km (lt. WLTP-Zyklus). Ein standardmäßiger Wartungsintervall von 2 Jahren bzw. 34.000 Kilometern. Kosten wird er übrigens zumindest 78.380 Euro, uff. © markuszahradnik.com

3 Das Cockpit wirkt insgesamt sehr aufgeräumt und clean, wird von 2 großflächigen Digital-Displays dominiert. Wer mit dem I-Pace sprechen will (zwecks Routenplanung oder dergleichen) – Amazons Sprachassistentin Alexa ist ganz Ohr. © markuszahradnik.com

Apropos Elektroantrieb – Autos mit alternativen Antrieben diesseits und jenseits der 1.000 PS (kein Tippfehler)

Reine, ausschließlich Batterie-gespeiste Elektroantriebe, Hybrid-Versionen mit und ohne Möglichkeit zur Aufladung an Steckdose, Wallbox oder dergleichen, und Brennstoffzellen – welche Konfiguration sich in Zukunft durchsetzen wird, ist schwer abzusehen. Momentan ist's ein Wettstreit der Systeme und zumindest noch im nächsten Jahrzehnt werden wir ein Nebeneinander der unterschiedlichen Spielarten erleben.

Exkurs 2 – Porsche 911 GT3 RS, der Exot

Was wäre der Genfer Automobilsalon ohne einer zünftigen Premiere von Porsche? Zumindest ein Novum. Und auf jeden Fall ein alarmierendes Zeichen für die Branche. Doch davon ist der Sportwagenhersteller momentan weit entfernt. Die Auftragslage ist prächtig, für den Mission E, das erste vollelektrische Porsche-Modell, mussten die Produktionskapazitäten sogar ordentlich aufgestockt werden. Auf der GIMS allerdings stand dieses Modell im Rampenlicht, der 911 GT3 RS.

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Der RS ist der einzige 911er mit Saugmotor. Brustschwach…
Porsche2 Genf 2018_IMG2271_Zahr_CMS.jpg  markuszahradnik.com © markuszahradnik.com
… ist er dennoch nicht: 520 PS (bei 8.250 U/min) stehen am Datenblatt, ferner ein…
Porsche3 Genf 2018_IMG2271_Zahr_CMS.jpg  markuszahradnik.com © markuszahradnik.com
… Drehmoment von 480 Nm. Topspeed: 312 km/h, 0-100 in 3,2 Sekunden.

Relativ klassisch anmutendes Blech

Limousine, Kombi, Kompakte und ein Hyper-SUV – die Highlights von Audi, Volvo, Kia, Toyota, Mercedes und Lamborghini.

Exkurs 3 – ein preiswertes Familienauto, danke!

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1 Der Peugeot Rifter ist unser Familien-Highlight des heurigen Genfer Automobilsalons. Denn Platz bietet er in Hülle und Fülle, es gibt Ablagen und Fächer en masse, in der 2. Reihe haben 3 Kindersitze nebeneinander locker Platz, und im Kofferraum kann der Familienhund auch noch locker mitgenommen werden. Kurz zusammengefasst: Ein herrlich praktisches Ding. © markuszahradnik.com

2 Natürlich ist das Flair im Innenraum eher robust als edel, dafür wirken die Materialien sehr pflegeleicht. Lediglich die Tapezierung der Armauflage des Fahrersitzes war außer der Norm, weil kratzig-grottig. © markuszahradnik.com

3 Den Peugeot Rifter wird es auch als Citroën Berlingo bzw. Opel Combo sowie in zwei Größen geben. Der größere Rifter ist dann wahlweise sogar ein Siebensitzer. Allradantrieb wird zukünftig ebenfalls angeboten, nur bezüglich der Preise herrschte noch Stillschweigen.   © markuszahradnik.com

Studien, mehr oder weniger real

Was demnächst kommt, was vermutlich nie realisiert wird und womit wir in etwa 5 bis 10 Jahren rechnen können. Die Studien von Škoda, Renault und VW. 

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