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Februar 2018

¡Adiós, Ateca!

Mach's gut, Kumpel! Der Seat Ateca gab im Dauertest eine richtig gute Figur ab.

Er fehlt uns jetzt schon. Ja, der Seat Ateca war definitiv einer unserer Lieblinge im Dauertest-Fuhrpark des vergangenen Jahres. Nicht nur wegen seiner auffälligen orangefarbenen Lackierung. Nein, das spanische Kompakt-SUV sammelte auch sonst Pluspunkte in allen möglichen Bereichen. Wir ziehen Bilanz nach 43.000 Kilo­metern quer durch Europa.

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Ein Jahr unterwegs mit dem Seat Ateca

Das hat uns gefallen

Häufigster Eintrag im Fahrtenbuch des Seat Ateca: "Unglaublich, wie handlich und agil dieses SUV ist." Ein weiterer: "Mit seinen kompakten Abmessungen findet man auch in der Stadt mühelos einen Parkplatz." Ebenfalls hilfreich: Die wunderbar direkte Lenkung und der kleine Wendekreis.

Als sinnvolle Motorisierung entpuppt sich nach einem Jahr Dauertest der 150 PS starke Zweiliter-Diesel. Der ist zwar stets zu hören, wirklich störend ist die Geräuschkulisse aber nicht, selbst bei höheren Touren. "Völlig ausreichend", zeigen häufige Einträge, ist die Durchzugskraft des Vierzylinders. Auch das manuelle Schaltgetriebe hat nach einem Jahr nichts an Leichtgängigkeit und Exaktheit verloren.

Keine bösen Überraschungen erlebte man beim regelmäßigen Stopp an der Zapfsäule. Durchschnittlich 7,1 Liter Diesel pro hundert Kilometer genehmigte sich der Ateca. Ein ­akzeptabler Wert übers Jahr gesehen, bedenkt man die vielen Kaltstarts, die oftmals winterlichen Bedingungen oder auch die zahlreichen flotten Etappen auf deutschen Autobahnen.   

Reichlich Lob kassiert der Spanier auch für seine hervorragende Bedienbarkeit. Alles ist übersichtlich arrangiert, sämtliche Tasten und Drehregler ausreichend groß.

Fast problemlos: Der grundsätzlich zuverlässig arbeitende Tempomat mit Abstands­radar. Heikel wird’s nur, wenn’s schneit. Dann neigt nämlich der in der Fahrzeugfront verbaute Sensor gerne zum Vereisen.

Das war weniger fein

Beim heiklen Thema Platzangebot gehen die Meinungen auseinander. Vier Insassen reisen im Ateca ausreichend bequem. Die Größe des Gepäckabteiles stößt aber für eine vierköpfige Familie, speziell auf Urlaubsfahrten, schon an ihre Grenzen. Bei einer Außenlänge von knapp 4,4 Metern aber nichts Ungewöhnliches.

Etliche Piloten hätten sich eine ausziehbare Schenkelauflage – vor allem auf längeren Etappen – gewünscht. Menschen mit längeren Beinen klagten nämlich öfters über die zu kurzen Sitzflächen.

Aufgefallen ist uns außerdem die Kratzempfindlichkeit der zahlreichen Hartplastikteile rund ums Armaturenbrett. Und das zu klein geratene Handschuhfach. Einen Tester störten übrigens die sichtbaren Windungen der Drähte der Windschutzscheiben-Heizung.

Alltagsgschichten

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1 Wegen eines Marders, der in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zwei Turbo-Schläuche durchgebissen hatte, lief der Motor des Ateca im Notlaufprogramm. Der herbeigerufene Kollege der ÖAMTC Pannenhilfe diagnostizierte den Defekt blitzschnell und behob ihn flott.  © Kurt Zeillinger

2 Auch für die regelrecht zerfetzte Gummidichtung des Ateca-Schiebedaches war ein Marder verantwortlich. Offenbar liegt's am guten Geschmack des Gummis, den der VW-Konzern verwendet, denn unser Audi-A4-Dauertestwagen hatte einige Wochen vorher mit dem gleichen Problem zu kämpfen.  © Kurt Zeillinger

3 Bis auf leichte Gebrauchsspuren im Innenraum und an der vorderen Stoßstange gab es beim abschließenden ÖAMTC-Check keinerlei Beanstandungen. Sinnvolles Seat-Zuckerl: die fünf Jahre lange Neuwagen-Garantie. © Helmut Eckler

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