E-Scooter gehören mittlerweile zum ganz normalen Straßenbild. Schnell noch durch die Stadt, die letzte Strecke vom Bahnhof nach Hause, unkompliziert und praktisch. Doch was auf den ersten Blick harmlos wirkt, kann bei einem Unfall schwere Folgen haben. Warum aber sind E-Scooter so gefährlich? Ein entscheidender Faktor ist ihre Bauweise. Die Räder sind klein, die Fahrer stehen aufrecht und der Körperschwerpunkt liegt relativ hoch. Schon eine kleine Unebenheit, ein Schlagloch oder eine Kante kann deshalb zum Problem werden. Dazu kommt: E-Sooter erreichen Geschwindigkeiten, bei denen ein Sturz schnell gefährlich wird. Und anders als im Auto gibt es keine schützende Karosserie. Bei einem Unfall trifft der Körper direkt auf die Straße. Besonders häufig werden dabei Kopf, Gesicht und Oberkörper verletzt. Laut ÖAMTC trägt nur jeder zehnte E-Scooter-Fahrer einen Helm. Dabei kann ein Helm im Ernstfall entscheidend sein und schwere Kopfverletzungen verhindern oder zumindest abmildern. Ein weiteres großes Risiko ist Alkohol. Wer alkoholisiert mit dem E-Scooter unterwegs ist, verliert schneller das Gleichgewicht, reagiert langsamer und schätzt Situationen schlechter ein. E-Scooter-Fahrer müssen sich an die Verkehrsregeln halten. Gleichzeitig sind sie besonders gefährdet, wenn sie auf Autos, Fahrräder oder Fußgänger treffen. Denn gefährlich kann nicht nur das eigene Verhalten werden. Auch plötzlich geöffnete Autotüren, abbiegende Fahrzeuge, Fußgänger oder andere Radfahrer können zu Situationen führen, in denen innerhalb von Sekunden reagiert werden muss. Der ÖAMTC fordert deshalb eine Helmpflicht für alle E-Scooter-Fahrer. Unabhängig vom Alter. Denn gerade weil E-Scooter so einfach zu bedienen sind, wird ihr Risiko oft unterschätzt. Deshalb gilt: Vorausschauend fahren, keinen Alkohol trinken und einen Helm tragen, damit der kurze Weg, mit dem Escooter auch sicher am Ziel endet.