Ein kurzer Blick aufs Handy, ein Moment Unachtsamkeit und schon passiert es. Der Arbeitsplatz Straße ist gefährlich. Die häufigste Unfallursache ist Ablenkung. Deshalb starten die ASFINAG und der ÖAMTC gemeinsam eine Offensive, die den Arbeitsplatz Straße sicherer machen soll und auf diese Gefahren aufmerksam macht. Wir wissen, dass wir jedes Jahr einige Unfälle, Gott sei Dank nur mit Sachschäden haben. Leider, im Jahr 2024 auch einen tödlichen Unfall hatten. Und wir sind seit vielen, vielen Jahren bemüht, die Situationen für unsere Kolleginnen und Kollegen bestmöglich zu schulen, zu trainieren, ihnen die passenden Werkzeuge zu geben. Wir haben rund 1.600 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die entlang der Strecke oder auf der Autobahn ihre Tätigkeiten verrichten, sei es Pannenhilfe, sei es Absicherung von Unfällen oder Baustelleneinrichtungen etc. und die ist in einer großen Gefahr ausgesetzt. Deshalb ist es wichtig, unsere Kundinnen und Kunden darauf aufmerksam zu machen, damit sie ein Ohr, ein Aug auf der Strecke haben und immer wissen, dass das Väter und Mütter sind, die auch wieder gesund nach Hause nach ihren Tätigkeiten zurückkehren sollten. Ich halte es für essenziell, dass man hier das Bewusstsein schärft und einfach ganz klar sagt: "Bitte passt auf, wenn ihr auf Autobahnen unterwegs seid, wenn ihr in Baustellensituationen kommt, wenn es hier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom ÖAMTC, von der ASFINAG gibt, die unter Einsatz ihres Lebens hier Unfallbereiche absichern. Aktuell getestet wird ein KI-basiertes Warnsystem, eine Kamera erfasst dabei herannahende Fahrzeuge bereits aus großer Entfernung und erkennt mögliche Kollisionen frühzeitig. Wenn ein Lkw herannaht und ein Potenzial hat, dass er über den Fahrbahnrand auf den Pannenstreifen hinausfährt, dann löst es ein akustisches Warnsignal aus mit 113 Dezibel, ein Hupgeräusch, sodass die Mitarbeiter und Mitarbeiter noch rechtzeitig gewarnt werden können und noch zwei, drei Sekunden haben, um von dem möglichen potentiellen Unfallfeld wegzuspringen oder auszuweichen, um Leben zu retten, beziehungsweise sie haben auch Armbänder mit Vibrationssignal, sodass sie darauf aufmerksam gemacht werden. Der ÖAMTC hat im Rahmen einer Pilotphase derzeit elf Fahrzeuge mit dem System ausgestattet und testet die Lösung bei Einsätzen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Neben Technik und Ausbildung steht auch Bewusstseinsbildung im Mittelpunkt. Die Kampagne "Danke, dass du aufpasst" soll genau das erreichen. Botschafter sind Kinder der Mitarbeitenden. "Mein Papa ist Pannenhelfer und passt bitte gut auf ihn auf."