Beim Kindersitz Vergleichstest im Frühjahr haben der ÖAMTC und seine Testpartner 16 neue Modelle getestet. Geprüft und bewertet wurden deren Ergonomie, Handhabung, Schadstoffgehalt und die enthaltenen Umweltschadstoffe und die Sicherheit, die bei einem Sitz mit “Nicht genügend” bewertet wurde. Der Sitz, wo es eine Produktwarnung schon gab vorab vor etwa einem Monat, das ist der Kinderkraft Mink Pro zwei, allerdings nur auf seinem Basisgestell. Das ist eine Babyschale, die über eine Isofix-Basis mit dem Fahrzeug verbunden wird. Und im Crash ist eben diese Babyschale davongeflogen von der Basis. Die Basis war nicht massiv genug. Ich möchte aber dazu sagen die Babyschale selbst mit Fahrzeuggurt kann man ganz normal verwenden. Also wer dieses Produkt schon gekauft hat, vielleicht ohne Basis, braucht sich keine Sorgen machen, ganz normal weiterverwenden. und die Basis selbst ist im Handel gar nicht mehr erhältlich. Die wurde vom Hersteller bereits zurückgerufen. Wir wollten es eben nur der Vollständigkeit halber hier mitpublizieren. Das restliche Ergebnis ist nicht wirklich berauschend. Wir haben nur drei gute Sitze, eine ganze Menge befriedigender Sitze und zwei genügende Sitze. Also da habe ich schon mal bessere Ergebnisse gesehen im Kindersitz-Test. Viele Hersteller setzen heuer auf Generationensitze, welche im Test aber nur durchschnittlich abschneiden. Ich verstehe grundsätzlich eigentlich nicht, warum die Hersteller Generationensitze bauen, weil man hat dann einen Sitz, den man zehn Jahre lang verwendet. Das ist eine relativ lange Bandbreite. Der Sitz überlebt das oft schon von der Haltbarkeit nicht. Das ist eine unglaubliche Aufgabe, hier ein Produkt zu bauen, einen Kindersitz, der sozusagen von Geburt an bis 1,5 Meter verwendet werden kann. Es klappt. Einige der Sitze schaffen ein “Befriedigend”. Meistens nicht mehr, weil es einfach ergonomische Probleme gibt. Es ist für die Babys nicht wirklich optimal. Trotz Baby-Einleger sind diese Sitze oft viel zu aufrecht. Wenn die Babys einschlafen, fällt ihnen der Kopf auf die Brust, was nicht besonders gesund ist. Und am anderen Ende: Die großen Kinder können auch nicht mehr gut drin sitzen. Da ist dann zwar dieser Einleger weg, aber die Sitzschale ist vergleichsweise hoch. Wenn man das mit anderen Sitzerhöhern vergleicht, weil ja noch die Liegepositions-Verstellung da ist. Das heißt, die Kinder, die stehen dann oft mit dem Kopf am Fahrzeughimmel des Autos an, das heißt, ich nutze den Sitz dann gar nicht so lange, wie ich andere Sitze nutzen könnte. Am besten vielleicht noch geeignet im Alter zwischen drei und fünf Jahren. Da passen die Kinder noch am besten rein. Also die Testergebnisse sind nicht berauschend, die Preise trotzdem hoch. Also die einzige Idee, die ich hätte ist, dass wenn man eh schon vernünftige Kindersitze hat, dass man sich den noch als Reserve Sitz kauft für die Großeltern oder so oder wenn man irgendwohin auf Urlaub fährt, damit ich halt nur einen Sitz mithabe. Aber wir haben noch nie einen Sitz erlebt, der besser war als befriedigend. Die genauen Kindersitz Testergebnisse gibt es online auf der ÖAMTC Homepage.