Wir haben es gerade gesehen: 18 Kinder-Fahrradhelme wurden getestet, 16-mal gab es ein „Befriedigend“ sowie zweimal ein „Genügend“. Darüber müssen wir reden, und das tue ich gleich mit dem ÖAMTC-Experten Dominik Darnhofer. Hallo, Dominik, herzlich willkommen im Studio. Hallo, Thomas. Dominik, im Vorgespräch haben wir darüber geredet: Die meisten Helme sind sicher, und dennoch diese Bewertungen – wie kommt es dazu? Ja, grundsätzlich muss man sagen: Jeder Helm schützt vor einer Kopfverletzung, unabhängig vom Testergebnis. Der Test hat aber gezeigt, dass manche Helme besser und manche eben schlechter schützen. Auffällig war vor allem die Sicherheit im Bereich der Schläfen, da müssen die Hersteller nachbessern, ebenso bei der Erkennbarkeit im Dunkeln. Ja, und genau das ist das Thema: Viele Helme wurden im Ranking hinuntergesetzt, weil die Kinder, die die Helme tragen, im Dunkeln nicht sichtbar sind. Und das kann dann schon sehr gefährlich werden. Warum ist das so, und wäre das nicht recht leicht zu lösen? Ja, die Lösung ist leicht: Man kann Reflektor-Folie verwenden beziehungsweise die Helmhersteller können auch reflektierendes Material verbauen. Da hat sich gezeigt, vor allem die Gurtbänderung, wenn sie reflektiert, hat das einen sehr guten Effekt in der Nacht. Gut, vielleicht hilft es ja etwas, denn wir merken immer wieder: Wenn Tests negativ ausgehen, dann gibt es im Nachhinein Verbesserungen – und hoffentlich auch in diesem Fall. Wir kommen jetzt zu einem anderen Stichwort, das sind die Schadstoffe. Schadstoffe wurden in vergangenen Tests immer wieder kritisiert. Diesmal sind sie überhaupt kein Thema. Hat sich das so verbessert? Die Grenzwerte haben sich nicht verändert, zum Beispiel seit dem Test 2022. Offensichtlich haben die Hersteller das jetzt im Griff. Wir konnten keine bedenklichen Schadstoffe in den Helmen finden. Aus eigener Erfahrung weiß ich: Der sicherste und optimal reflektierende Helm nützt nichts, wenn die Kinder ihn nicht aufsetzen wollen, weil er zwickt oder nicht passt. Da gibt es eine ganz einfache Lösung schon beim Kauf, oder? Naja, am besten geht man in den Fachhandel und probiert mehrere Helme aus. Denn nur der Helm, der wirklich gut sitzt und den das Kind gern trägt, ist auch ein sicherer Helm, wenn es zum Unfall kommt. Das heißt also: die Kinder mitnehmen, sie sollen die Helme probieren. Und dann geht man mit dem Produkt hinaus, das auch wirklich gut auf den Kopf passt. Genau, und man kann sich auch am Test orientieren, vor allem bei der Sicherheitsnote. Wenn da jetzt ein Helm dabei ist, der beim Tragekomfort oder bei der Sichtbarkeit abgewertet wurde, kann man nachhelfen. Tragekomfort ist sehr individuell, und bei der Sichtbarkeit kann man sich selbst Reflexionsfolie kaufen und am Helm anbringen. Ja, Dominik, danke für deine Informationen. Ich weiß, du tust dir leicht mit der Passform – du hast einen Helmkopf. In diesem Sinn danke für deinen Besuch bei uns im Studio. Vielen Dank. Und wenn Sie noch weitere Informationen zu diesem Thema haben wollen, finden Sie diese wie immer auf unserer Website. Formularbeginn Formularende