Die Wiener Ringstraße zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt. Durch steigenden Tourismus und Radverkehr steht sie jedoch unter wachsendem Nutzungsdruck. Damit erhöht sich auch das Unfallrisiko. Ein vom ÖAMTC präsentiertes Verkehrskonzept soll eine sichere Nutzung für alle Verkehrsteilnehmer:innen ermöglichen. Das Besondere am ÖAMTC-Konzept „Platz für alle am Ring“ ist dass es sich um ein 360 Grad-Konzept handelt. Das bedeutet, dass wir die Bedürfnisse aller Mobilitätsformen berücksichtigt haben. Das heißt, wir haben sowohl für den Radverkehr eine gute Lösung als auch für den Autoverkehr, für den Fußgängerverkehr und den öffentlichen Verkehr. Herzstück des Konzepts ist eine Radschnellverbindung auf der Innenseite der Wiener Ringstraße. aber auch eine Flaniermeile für den Fußgängerverkehr auf der Außenseite. Für den Auto- und den öffentlichen Verkehr bleibt die bestehende Infrastruktur unverändert. Alle Fahrstreifen und Spuren bleiben wie im aktuellen Bestand erhalten. Der Ringradweg ist Wiens meist befahrener Radweg. Allein 2024 wurden am Opernring rund 1,8 Millionen Radfahrten gezählt. Gleichzeitig ist die aktuelle Führung von Rad- und Fußverkehr unübersichtlich. Insbesonders an komplexen Kreuzungen. Wir haben überall entlang der Ringstraße Flächen, die sich Radfahrer und Fußgänger teilen müssen. Und das ist weder für die einen gut noch für die anderen, weil es dadurch sofort zu Konflikten kommt und zu gefährlichen Situationen. Besonders im Bereich von Haltestellen werden Radfahrende häufig im Zickzackkurs geführt. Durch die engen und oft unübersichtlichen Verhältnisse kommt es regelmäßig zu Konflikten mit ein- und aussteigenden Fahrgästen. Unser Konzept sieht daher eine klare Trennung vor. Das bedeutet, der Radverkehr wird mit ausreichend Abstand zu den Haltestellen geführt, sodass klar erkennbar ist, welche Fläche wem gehört und Konflikte mit Fahrgästen vermieden werden. Der ÖAMTC vertritt in der Ostregion mehr als eine Million Mitglieder, die ihre Mobilität auf ganz unterschiedliche Weise gestalten. Als Mobilitätsclub stehen wir für das Miteinander aller Verkehrsformen – nach dem Motto „sowohl als auch“ statt „entweder oder“. Gerade für die Wiener Ringstraße sind wir überzeugt, dass bei gutem Willen eine Lösung möglich ist, die niemanden ausgrenzt und zugleich der historischen wie auch der aktuellen Bedeutung dieser zentralen Straße gerecht wird. Weitere Infos finden Sie unter oeamtc.at