Viva Mexiko!

Vom Hochland bis zu den Traumstränden Yukatans

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Mitten in Mexiko: Mitla  Provinz Oaxaca © Fibich
Mitten in Mexiko: Mitla, Provinz Oaxaca © Fibich
Hunderte Kerzen flackern in der Kirche San Juan Baptista von Chamula im Bundesstaat Chiapas. Ihr gespenstisches Licht fällt, von vielen Spiegeln reflektiert, auf Heiligenfiguren und Gesichter der Indianer aus dem Stamm der Tzotzil.

Auf dem mit Piniennadeln ausgelegten Steinboden gehen die Familien geheimnisvollen Ritualen nach - zu Ehren der alten Maya-Götter und der von den spanischen Eroberern verordneten christlichen Religion.

Mehr als 1.000 Kilometer nördlich, im Bundesstaat Puebla, kann man sich diesen frühen "Zusammenprall der Kulturen" von der Spitze der vom Umfang her größten Pyramide der Welt anschauen. Einst floss in Cholula das Blut von Menschenopfern, damit die Sonne aufgeht und die Welt sich weiter dreht. Jetzt thront hier siegessicher die der Heiligen Mutter Maria geweihte Kirche.

Vor der Kulisse des hochaktiven Vulkans Popocatépetl ragen unten in der Stadt unzählige Kirchtürme in den tiefblauen Hochland-Himmel: An jede Stelle eines nieder gerissenen "Götzen"-Tempels stellten die neuen Herrscher diese Wahrzeichen neuer Macht.

Neun von zehn Mexiko-Urlaubern sehen nicht viel mehr als die Alles-Inklusive-Hotels an den Karibik-Stränden von Cancún und Playa del Carmen. Von dieser "Riviera Maya" geht's dann per Ausflug zu den wunderbaren, faszinierenden Maya-Stätten Tulum, Chichén Itzá oder sogar Uxmal. Das ist eine gute Ferien-Idee, wenn man vor allem auf Erholung am Strand setzt und ein klein wenig Kultur mitnehmen will.

Wer sich allerdings etwas intensiver für dieses exotisch-aufregende Land interessiert, hat jetzt eine interessante Alternative. ÖAMTCREISEN bietet eine exklusive Tour quer durch den Süden an: von Mexiko-Stadt bis zu den Stränden Yukatans auf 3.000 manchmal kurvenreichen, oft aber auch schnurgeraden Straßen-Kilometern. Eine Chanche, für den Preis einer gewissen Anstrengung die farbige Vielfalt Mexikos ohne Filter zu inhalieren.

Tequila und Mariachi. Denn ein Tequila oder Mezcal (mit oder ohne in der Flasche schwimmendem Wurm) mundet eben besser, wenn man ihn in der "Casa del Mezcal" beim Indianer-Markt von Oaxaca genießt. Und die Mariachi-Kapelle, die zum Festtag ihres Schutzheiligen fröhlich in die Kirche Nuestra Senora de los Remedios von Cholula einzieht, hat mit ihrem Touristen-Gegenstück im Strandhotel nur den Namen gemeinsam.

Montezumas Ur-Enkel. In erster Linie spricht für eine verlängerte Mexiko-Tour aber die exotische Kultur des Landes - es ist eben ganz und gar keine Art "Spanien jenseits des Atlantiks", das die Ur-Enkel des vorletzten Azteken-Herrschers Montezuma bewohnen. Ein Denkmal für den Eroberer Hernan Cortez wird man daher auch vergebens suchen. Dafür erzählen an vielen Plätzen, besonders eindrucksvoll im Nationalpalast von Mexiko-Stadt, so genannte Murales (riesige Wandgemälde) von vielen, oft tragisch gescheiterten Revolutionen.

Indianer-Romantik. Das andauernde Ringen um Freiheit und Gerechtigkeit mit Staatsmacht und Kapital ist auch heute noch ein großes Thema - deutlich spürbar etwa bei einem Besuch in San Cristóbal de las Casas im Bundesstaat Chiapas. Zwar kann man in den Shops dieses "Aussteiger-Paradieses" kleine Figuren des Zapatisten-Anführers "Subcommandante Marcos" kaufen und in den Cafés wird per Gitarre schon mal Revolutions-Romantik herbei geklimpert. Doch die starke Polizei-Präsenz und die vielen Militär-Kontrollen auf den Straßen ins Hochland zeigen, dass die Auseinandersetzung ernst geblieben ist.

Der exotische Markt, die vielfältigen Trachten der Indianer, die entspannte Stimmung auf den Straßen und sogar gute Hotels wie das Casa Mexicana mit seinem herrlichen Innenhof machen San Cristóbal dennoch zu einem absoluten Höhepunkt. In zweiter Linie ist es das großartige Erbe alter Kulturvölker, das eine Mexiko-Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

In aller Deutlichkeit eine kleine Warnung: Etwas Interesse für Montezuma und sein Azteken-Reich, für die großartigen Leistungen etwa der Maya und für die oft verwirrende Vielfalt der anderen Kulturvölker Mexikos muss man schon mitbringen, soll die Tour nicht zur ermüdenden Strapaze werden.

Warum haben die Menschen von Teotihuacán Pyramiden gebaut, die jener des Cheops in Ägypten kaum nachstehen? Wie konnten die Azteken ihre riesige Hauptstadt Tenochtitlán mitten auf einem See erbauen? Was verbirgt sich hinter den geheimnisvollen, tanzenden Figuren auf dem Monte Albán? Warum schufen die Olmeken riesige Köpfe aus Stein? Wie konnten die Maya das Sonnenjahr auf mehrere Kommastellen genau berechnen? Und was brachte viele dieser Kultur-Völker dazu, einen uns abscheulich grausam erscheinenden Menschenopfer-Kult zu praktizieren? Antworten auf manche diese Fragen gibt es Schritt für Schritt während eines Besuches der imposanten Ruinenstätten und Kurve für Kurve in der Sierra Madre.

Bade-Belohnung. Als Lohn für die Anstrengung kann man dann zum Abschluss den Badeaufenthalt in einem der luxuriösen Hotels an der Riviera Maya Yukatan ganz besonders genießen. Die Auswahl ist enorm, der Service zumeist erstklassig und im amerikanischen Stil.

Tipps der ÖAMTC-Touristik: Touring-Set bestellen, Weltreise-Krankenschutz abschließen und den Strom-Zwischenstecker nicht vergessen.

MEXIKO PRAKTISCH
MONTEZUMA CHANCENLOS
Mit relativ einfachen Mitteln lässt sich das Risiko einer Darm-Infektion ("Montezumas Rache") während einer Mexiko-Tour minimieren: Kein Leitungswasser, kein ungekochtes Essen, also auch keine Salate. Damit das Handy funktioniert, muss es wie in den USA auch für das 1900-MHz-Band geeignet sein. Der Euro wird immer bekannter, Geld hebt man problemlos an Bankomaten ("Maestro"-Zeichen) ab. Vor allem in Chiapas sollte man das ungefragte oder heimliche Fotografieren von Indianern unterlassen. Viele Gebiete der 25-Millionen-Metropole Mexiko Stadt gelten als gefährlich, landesweit ist Vorsicht vor Diebstählen angebracht. Die anstrengenden Flüge und die teilweise enormen Höhenunterschiede während der Rundreise können mit Pausen und viel Flüssigkeit gut bewältigt werden. Während der Besichtigungen ist eine Kopfbedeckung Pflicht, das Besteigen der steilen Pyramiden erfordert festes Schuhwerk.