31.12.2011
Autor:
Christian Stich I Fotos: Henninger

Auffällig auffällig

Der KTM X-Bow heißt nicht X-Bow, sondern Crossbow. Das bedeutet Armbrust. Als Fahrer bist du der Pfeil.

Als Fahrer bist du der Pfeil in der Armbrust.

Fotostrecke

Thumbnails

Bild 1 von 30
Bild 2 von 30
Bild 3 von 30
Bild 4 von 30
Bild 5 von 30
Bild 6 von 30
Bild 7 von 30
Bild 8 von 30
Bild 9 von 30
Bild 10 von 30
Bild 11 von 30
Bild 12 von 30
Bild 13 von 30
Bild 14 von 30
Bild 15 von 30
Bild 16 von 30
Bild 17 von 30
Bild 18 von 30
Bild 19 von 30
Bild 20 von 30
Bild 21 von 30
Bild 22 von 30
Bild 23 von 30
Bild 24 von 30
Bild 25 von 30
Bild 26 von 30
Bild 27 von 30
Bild 28 von 30
Bild 29 von 30
Bild 30 von 30
Der KTM X-Bow wird nicht X-Bow ausgesprochen  sondern Crossbow. Das bedeutet Armbrust. Als Fahrer bist du der Pfeil.
Der KTM X-Bow wird nicht X-Bow ausgesprochen, sondern Crossbow. Das bedeutet Armbrust. Als Fahrer bist du der Pfeil.
Ein Auto sieht anders aus. Ganz anders. Ein Auto hat ein Dach und Türen, fast immer auch einen Kofferraum. Der X-Bow hat das alles nicht. Warum auch? Er ist einfach das ultimative Spielzeug. Punkt. Schon bisher war der X-Bow eine reine Fahrmaschine. Extravagant im Auftritt, knallhart im Antritt und kompromisslos im Umgang mit seinen Passagieren. Jetzt legen die Motorrad-Spezialisten aus dem oberösterreichischen Mattighofen nochmals nach und verpassen dem X-Bow neben dem zusätzlichen Namenskürzel „R“ auch gleich einen Power-Nachschlag. Die nachgeschärfte Version leistet in ihrer Top-Variante ab sofort 300 PS und wird von einem Zweiliter-Turbobenziner aus dem VW-Regal befeuert. Der sorgt bereits im Audi S3 für mächtig Vortrieb, leistet dort allerdings „nur“ 265 PS. Den X-Bow R macht der Vier­zylinder schlicht und einfach zur Rakete.

Atemberaubende Performance. 800 Kilogramm Trockengewicht. Null auf hundert? Kaum ausgesprochen, fast schon wieder vorbei. Erster Gang, beschleunigen, zweiter Gang, beschleunigen. Knapp vier Sekunden nach dem Anfahren mahnt das hektisch leuchtende Warnsignal auf dem mittigen Zentraldisplay zum Hochschalten. Die 100-km/h-Schallmauer ist da schon überschritten. Schalten, Lenken oder der Umgang mit Kupplung und Gas sind erstaunlich einfach, volle Konzentration ist aber dennoch gefragt. Denn Fahrdynamikhilfen à la ESP hat der X-Bow nicht, nicht einmal ABS.Sind die Reifen einmal auf Betriebstemperatur, herrscht hohe Suchtgefahr durch atemberaubende Kurvengeschwindigkeiten und unpackbar agiles Handling. Auch der Blick auf die frei stehenden Vorderräder und die waagrecht liegenden Stoßdämpfer macht X-Bow-Fahren zum einzigartigen Erlebnis. Ein glatter Unterboden und der große Diffusor am Heck saugen das Auto fest auf die Fahrbahn. Lässige Unterhaltungen mit dem Beifahrer sollten übrigens auf Tankstopps (sind bei flotter Fahrt häufig notwendig) verlegt werden. Windgeräusche, Helm und Konzentra­tion machen’s nämlich unmöglich.

Konzentration ist auch beim Ein- und Aussteigen gefragt. Zuerst Lenkrad abnehmen, dann über die Seitenwand klettern und Beine in den engen Fußraum gleiten lassen. Klingt einfach. Ist es aber nicht! Die schmalen, fix verschraubten Sportsitze geben exzellenten Halt, die Pedalerie ist in der Länge verschiebbar. Kofferraum? Braucht ohnehin keiner. Nass kann man auch werden – ein Verdeck ist nämlich nie geplant gewesen. Und wer glaubt, dass man bei kühleren Temperaturen einfach die Heizung aufdreht, wird sich ebenfalls wundern.

Technische Daten KTM X-Bow R

Preis: 79.215 Euro
Motor 4-Zyl.-Reihe, 1.984 cm3
Leistung 220 kW (300 PS) bei 6.300/min
Drehmoment 400 Nm bei 3.300/min
Normverbrauch 8,3 l/100 km
gesamt
CO2-Ausstoß 189 g/km
Antrieb Hinterrad, 6-Gang-Getriebe
L/B/H 3.738/1.915/1.202 mm
Radstand 2.430 mm
Gewicht ca. 790 kg
Kofferraum -
Tankinhalt 40 l
Beschleunigung ca. 3,9 s (0-100 km/h)
Bremsweg 32,9 m (aus 100 km/h)
Spitze 240 km/h
Verbrauch im Test 9,9 l/100 km
Reichweite ca. 400 km
Steuer, Versicherung (jährl. Bezahlung)
Kfz-Steuer EUR 1.293,60
Kfz-Haftpflicht ab EUR 355,39 SK, Stufe 0