31.12.2011
Autor:
Stich & Rauecker I Fotos: Henninger

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Zwei kompakte SUV, zwei unterschiedliche Auftritte: hier der stylische Range Rover Evoque, da der brave Audi Q3. Wer ist überzeugender?

Im Vergleich: Range Rover Evoque gegen Audi Q3.

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Zwei kompakte SUV  zwei unterschiedliche Auftritte: hier der stylische Range Rover Evoque (rechts)  da der brave Audi Q3. Wer ist überzeugender?
Zwei kompakte SUV, zwei unterschiedliche Auftritte: hier der stylische Range Rover Evoque (rechts), da der brave Audi Q3. Wer ist überzeugender?
Guten Geschmack auf vier Rädern kann man ab sofort kaufen. Und sogar im Gelände damit gute Figur machen. Natürlich lässt sich über Geschmack streiten. Doch dass der neue kompakte SUV Range ­Rover Evoque mit seinem avantgardistischen Look aber selbst die Blicke von notorischen Autoverweigerern auf sich zieht, ist nicht zu übersehen. Vor allem im direkten Vergleich mit dem ebenfalls brandneuen und Audi-typisch brav gestylten Q3. Der auf eine Länge von knapp 4,4 Metern eingedampfte kleine Bruder von Q7 und Q5 reiht sich optisch nahtlos in die erfolgreiche, aber im Gegensatz zum Evoque wenig emotionale Q-Herde ein. Beiden gemeinsam ist ein Ziel: den aktuellen Topseller unter den Premiumherstellern, den bmw X1 (heuer bereits über 3.000 verkaufte Fahrzeuge), vom Thron zu stoßen. Obwohl beide 4x4-Kraxler größenmäßig am unteren Ende des SUV-Angebotes rangieren, sind ihre Preise alles andere als klein. Den Q3 gibt’s ab 31.300 Euro (Zweiliter-Diesel mit 140 PS), beim Evoque ist man ab 35.000 Euro dabei (2,2-l-Diesel mit 150 PS). Beide Modelle haben dann aber nur Frontantrieb. Will man also permanenten Allradantrieb, ­eine einer Premiummarke würdige Ausstattung und mehr PS, ist man ohne große Anstrengung rasch deutlich über der 50.000-Euro-Marke angekommen.  

Deutschland gegen England. Im ewig brisanten Duell treten beide Kandidaten mit Dieselmotoren an. Das Q3-Triebwerk leistet 177 PS, der Evoque  stemmt 190 PS auf die Kurbelwelle. Der Audi verteilt die Kraft via Siebengang-DSG (Doppelkupplungsgetriebe) auf alle vier Räder, der Evoque setzt auf eine konventioenlle Sechsgang-Wandlerautomatik.Den Mehrpreis von 4.000 Euro rechtfertigt der Range Rover Evoque mit einer umfangreicheren Serienausstattung (Klimaautomatik, Einparkhilfe, Tempomat).

Range Rover Evoque

Emotionen weckende Studien auf Autosalons gibt es zur Genüge. Mit dem Evoque geht das gelungene Design der Studie erfreulicherweise auch in Serie. Das aus den größeren Brüdern Range Rover oder Discovery bekannt stilvolle Innenleben haben die Designer jetzt auch in die Kompaktklasse transferiert. Besonders die Material- und Verarbeitungs Qualität erreicht hohes Niveau.  Ebenfalls fehlerfrei: die logische Bedienung. Im Innenraum lässt sich’s selbst auf der Rückbank auf längeren Reisen locker aushalten. Genügend Platz für’s Gepäck bleibt auch: 575 Liter als Fünfsitzer, fast 1,5 Kubikmeter bei umgelegten Lehnen. Einziges Manko: die hohe Ladekante. Spürbar weniger temperamentvoll als das Q3-Triebwerk geht der 2,2-l-Diesel zu Werke. Mit ein Grund: satte 275 kg Mehrgewicht. Macht aber nix, denn die souveräne Sechsgang-Automatik und der gediegene Fahrkomfort fordern sowieso zum gelassenen Cruisen auf.

Audi Q3

Im Vergleich zum Evoque verblasst der neue Q3 nicht nur beim Design. Wegen der deutlich schmäleren Karosserie (gut 13 Zentimeter) wirkt er auch zierlicher – obwohl er drei Zentimeter länger ist. Spürbar enger geht es auch im Innenraum zur Sache, vor allem auf den hinteren Plätzen. Stichwort Beinraum. Stichwort Innenhöhe. Top dafür: die bequemen Sitze. Das Cockpit erinnert optisch an den kleinen Bruder A1, die Hochwertigkeit des Evoque erreicht es aber nicht. Gewöhnungsbedürftig: die Bedienung des Bordcomputers mittels Drücken und Drehen sowie des Tempomathebels. Mit 460 Litern im guten Klassenschnitt: das Gepäckabteil. Wie im Evoque stört die zu hohe Ladekante. Seinen größten Trumpf spielt der Q3 beim Fahren aus. Den sportlichen Charakter fördert neben dem drehfreudigen Zweiliter-Diesel vor allem das schnell und unmerklich schaltende Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe DSG. Vom Feinsten: der tolle Fahrkomfort.