30.06.2011
Autor:
Christian Stich

Dauerauftrag

Dauerteststart: Ford Focus

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Dauerteststart. Mit zahlreichen Assistenzsystemen im Gepäck tritt der neue Ford Focus seinen einjährigen Dienst in der auto touring-Redaktion an.
Dauerteststart. Mit zahlreichen Assistenzsystemen im Gepäck tritt der neue Ford Focus seinen einjährigen Dienst in der auto touring-Redaktion an.
Die neue und mittlerweile dritte Generation des Ford Focus tritt erstmals als Weltauto an und muss jetzt den Geschmacksnerv der Kunden in 120 Ländern der Welt treffen. Mit Sicherheit am Puls der Zeit liegt der kompakte Kölner in Sachen Assistenzsysteme. In unserem Dauertest-Focus steckt nämlich eine ganze Armada an elektronischen Helferlein. Vom Notbrems-, Fahrspur-, Fernlicht- oder Toter-Winkel-Assistenten bis zum Müdigkeitswarner und der Verkehrsschild-Erkennung ist alles an Bord. Wie sich der kompakte Golf-Gegner samt seinen Sicherheits-Systemen bewährt, werden wir in zwölf Monaten wissen.

AUSSEN & INNEN

Im Vergleich zum eher unscheinbaren Vorgänger erinnert der neue Focus wieder an das sportlich-dynamische Erscheinungsbild der ersten Generation. Das moderne Cockpit-Design mit seiner Vielzahl an teilweise kleinen Tasten kennt man aus C-Max oder Fiesta. Gelungen: die Verarbeitungs- und Material-Qualität. Die Bedienung ist – bis auf die etwas umständliche Bordcomputer-Steuerung via Lenkrad-Tasten – weitgehend logisch. Nachteil: Die verchromten Drehregler der Klimaanlage für die Einstellung der Temperatur sind für große Finger einfach zu klein und glatt.

Was es dagegen gibt, ist ein solides Platzangebot für die Insassen. Selbst im Fond lässt es sich auf längeren Strecken bequem aushalten. Das Kofferraumvolumen rangiert mit rund 363 Litern bei aufgestellten Rücksitzen im Klassenschnitt. Das Gepäckabteil lässt sich zudem dank geteilt umlegbarer Rücksitze großzügig erweitern. Lobenswert: die ideale Sitzposition (auch für Großgewachsene) dank längs- und höhenverstellbarem Lenkrad sowie die gut konturierten und einfach verstellbaren Sitze.

Das komplette Fahrer-Assistenz-Paket kostet übrigens 1.275 Euro. Als besonders praktischer Begleiter entpuppt sich auf den ersten Etappen die Verkehrszeichenerkennung. Sie erinnert den Fahrer/die Fahrerin stets an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, leistet sich aber hin und wieder kleine Schnitzer, wenn Sie am Heck von Lkw angebrachte Höchstgeschwindigkeits-Aufkleber erkennt und falsche Werte einblendet.

FAHREN & SICHERHEIT

Der ordentlich kultivierte 1,6-Liter-Diesel liefert nach Überwinden einer kleinen Anfahrschwäche solide Fahrleistungen. Für echten Fahrspaß sorgt allerdings das überaus agile Handling. Das Zusammenspiel von Lenkung (direkt und präzise), Schaltung (exakt und kurz geführt) und dem straffen, aber ausgesprochen komfortablen Fahrwerk macht den Focus zum Sportler unter den Kompakten. Etwas enttäuschend dafür: der Bremsweg von gut 40 Metern bei Vollbremsungen aus 100 km/h. Sicherheit garantieren Front-, Seiten- und Kopfairbags sowie ESP und fünf Sterne beim Euro-NCAP-Crashtest.

GELD & UMWELT

26.050 Euro sind im Konkurrenzvergleich zwar nicht gerade billig, in der Topvariante „Titanium“ bleiben aber (fast) keine Wünsche offen. Aufpreisfrei sind Alufelgen, Klimaautomatik, Tempomat, Regensensor, Nebelscheinwerfer, CD-Radio mit USB/iPod-Schnittstelle und höhenverstellbare Vordersitze an Bord. Schade: Trotz Startknopf muss der schlüssellose Zugang extra bezahlt werden. Der Verbrauch pendelt sich bisher bei rund sechs Liter Diesel ein, einzelne Werte deutlich darunter sind dank Start-Stopp-Automatik keine Seltenheit. Wie gewohnt: vier Jahre Garantie.