26.05.2011
Autor:
Alexander Fischer

Crossartig

Reste-Verwertung auf 4-Sterne-Niveau: die Honda Crossrunner.

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Überraschung. Auf Messeständen und Pressefotos wirkte die Honda Crossrunner relativ unspektakulär. Eine Fehleinschätzung  wie wir nach einer ersten Ausfahrt wissen.
Überraschung. Auf Messeständen und Pressefotos wirkte die Honda Crossrunner relativ unspektakulär. Eine Fehleinschätzung, wie wir nach einer ersten Ausfahrt wissen.
In der Küche bedarf es eines kundigen Kochs, um aus den Überbleibseln vergangener Gerichte ein schmackhaftes Restl-Essen zu zaubern. Bei Honda waren offensichtlich gerade ein paar überaus kompetente Ingenieure zugegen, als es darum ging, aus Bekanntem etwas ganz Neues zu zaubern – die Crossrunner.

Optisch tritt dieser Mischmasch aus Reise-Enduro, Maxi-Roller und Nakedbike zunächst einmal recht wuchtig in Erscheinung, trotz Einarmschwinge, trotz hoch aufragender Front. Gefällig oder nicht, darüber wird gerne und oft diskutiert. Bemerkenswerter ist jedoch der Umstand, dass man von all der Üppigkeit – immerhin werden hier ordentliche 240 Kilogramm bewegt – im Fahrbetrieb kaum Notiz nimmt. Handlich ist da plötzlich die Crossrunner, überraschend wendig, gutmütig, komfortabel und trotzdem auch sehr flott zu pilotieren. Der allmorgendlichen Ritt in die Arbeit wird schnell zur vergnüglichen Ausfahrt und die längere Ausfahrt zum lustvollen Zeitvertreib. Für längere (Autobahn-)Etappen empfehlen wir den Tausch des serienmäßigen Windschilds gegen ein größeres Modell. Zur Serienausstattung zählt auch das bewährte kombinierte Antiblockiersystem, das die Bremskraft (auch wenn nur Fuß- oder Hand-Bremshebel betätigt werden) gleichmäßig auf Vorder- und Hinterrad verteilt.

Womit wir wieder beim geschickten Kombinieren wären. Denn das „Combined ABS“ findet auch bei den Modellen CBF und Hornet Verwendung. Der drehfreudige V4 stammt aus der VFR800, mit einigen (gelungenen) Modifikationen für mehr Drehmoment und weniger Spitzenleistung. In der Crossrunner ist die Ventilumschaltung spürbar, doch weniger  markant. Von der VFR, die  noch immer angeboten wird, stammen übrigens auch Teile des Rahmens und des Fahrwerks.