28.12.2010
Autor:
Werner Kraus, ÖAMTC-Präsident

Ein neues Jahrzehnt

Leitartikel

Am 11. Mai 2011 wird offiziell das Jahrzehnt der Verkehrssicherheit beginnen, ausgerufen von den Vereinten Nationen und unterstützt von mehr als 70 Staaten weltweit. Es geht dabei um nicht weniger als die Rettung von fünf Millionen Menschen­leben bis 2020!

Es ist ein leider viel zu wenig bekanntes und anerkanntes Problem, dass Verkehrsunfälle heute die schlimmste Seuche der Welt sind, ganz besonders in Entwicklungsländern. Der Straßenverkehr kostet mehr Menschen das Leben als Epidemien. Junge Menschen! Für diese sind Verkehrsunfälle die Todes­ursache Nummer eins.

Das Jahrzehnt der Verkehrssicherheit (Decade of Action) wurde von der Fédération Internationale de lAutomobile (FIA) auf den Weg gebracht, dem Dachverband der Automobilclubs, dem auch der ÖAMTC angehört. Bei der Verkehrsministerkonferenz in Moskau 2009 wurde ihr Vorschlag in Form eines Aufrufs an die UNO verabschiedet, diese hat im März 2010 der Moskauer Deklaration zugestimmt. Ziel ist es, durch ein Bündel von international abgestimmten Maßnahmen die für 2020 vorhergesagte (befürchtete) Zahl an Verkehrstoten um 50 Prozent zu reduzieren.

Die Decade of Action ist auch dem neuen ÖAMTC-Generalsekretär Oliver Schmerold ein Anliegen, der sich Ihnen anlässlich des Generationswechsels in der Clubführung in dieser Ausgabe vorstellt. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm und danke zugleich seinem Vorgänger, dem langjährigen Generalsekretär Hans Peter Halouska, sehr herzlich für seine herausragenden Leistungen während der 25 Jahre, die er insgesamt für den Club tätig war. Seit 1998 hatte er als Generalsekretär die Geschicke des ÖAMTC geleitet. In seiner Ära wuchs die Zahl der Clubmitglieder um 500.000 auf 1,8 Millionen, damit zählt der ÖAMTC heute zu den zehn größten Automobilclubs der Welt.

Hans Peter Halouska übergibt somit einen ÖAMTC, der sich in Hochform befindet, an seinen Nachfolger. Und er kann beruhigt in die Zukunft blicken, denn wir beide wissen den Club und die Betreuung seiner Mitglieder bei Oliver Schmerold und dessen Stellvertreter Christoph Mondl in besten Händen.