Helm-Pflege

Damit der Helm nicht zum Sicherheitsrisiko wird

Wer nicht Kopf und Kragen riskieren will, sollte seiner Kopfbedeckung einen Rundum-Check gönnen.

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© ÖAMTC
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So pflegt man seinen Motorradhelm:

  • Meist setzen Helme über den Winter Staub an, erster Schritt ist daher eine gründliche Reinigung. Die Helmschale kann man mit Geschirrspülmittel behandeln. Bei manchen Modellen lässt sich das Innenfutter zum Waschen herausnehmen, sonst kann man es mit Textilreiniger an der Oberfläche bearbeiten.
  • Das Visier säubert man am schonendsten, indem man es komplett abnimmt und im Waschbecken - komplett in der Reinigungslösung - mit einem weichen Schwamm reinigt. Anschließend mit klarem Wasser abspülen und trocknen lassen. Offenbaren sich dabei Kratzer, muss das Visier erneuert werden, damit die Sicht nicht beeinträchtigt wird. Auch Gummidichtungen und Mechanik des Visiers gehören bei dieser Gelegenheit gründlich gereinigt.
  • Wer es beim Einwintern des Helmes verabsäumt hat, muss noch das Belüftungssystem von darin verendeten Insekten befreien.
  • Das Helmschloss gehört überprüft. Es muss satt schließen und sich problemlos wieder öffnen lassen. Für den Kinnriemen gilt: Ist er beschädigt oder ausgemergelt, sollte der Helm getauscht werden.
  • Auch Helme, die schon Stürze erlebt haben, sollten ausgemustert werden. Bereits ein Aufprall auf dem Boden kann die Stabilität des Helmes beeinträchtigen. Äußerlich braucht das nicht einmal sichtbar zu sein. Innere Helmschale und Schutzpolsterung können durch den Aufprall verformt sein und ihre Schutzwirkung verloren haben.

"Liegt das Produktionsdatum länger als fünf Jahre zurück, sollte man über eine Neuanschaffung nachdenken", rät Kerbl. Materialermüdung setzt ein, etliche Komponenten unterliegen dem Verschleiß. Beim Motorradhelm-Kauf sollte man auf die perfekte Passform achten. Der Helm muss rundum fest sitzen, ohne zu drücken und darf sich bei geschlossenem Kinnriemen nicht abstreifen lassen. Stehen mehrere geeignete Modelle zur Auswahl, sollte man dann die Vor- und Nachteile im persönlichen Gebrauch genau abwägen. Idealerweise testet man den Helm bei einer Probefahrt.

So pflegt man seinen Fahrradhelm:

"Nur Wasser und ja keine aggressiven Reinigungsmittel", muss die Devise lauten, wenn die Fahrrad-Helmschale verschmutzt ist. Anderenfalls kann die Stabilität des Helmes darunter leiden. Leicht fällt es, wenn sich die Innenausstattung von der Schale lösen lässt und man diesen Teil getrennt säubern kann.

Hat ein Fahrradhelm bei einem Sturz seinen Dienst getan, gilt selbes Grundprinzip wie beim Motorradhelm: Er muss unbedingt ersetzt werden, auch wenn mit freiem Auge oft keine Schäden erkennbar sind. "Alle fünf Jahre ist es Zeit für einen neuen Fahrradhelm, denn mit der Zeit verliert der Kunststoff, aus dem er gefertigt ist, an Festigkeit", empfiehlt Kerbl.

Beim Neukauf eines Fahrradhelmes lautet die Grundregel: Er muss passen, ohne zu drücken oder zu wackeln und soll Stirn, Schläfen und Hinterkopf sicher abdecken. Noch ein Tipp für Eltern: Die sorgfältigste Auswahl eines Fahrradhelmes ist vergeblich, wenn dieser dem Kind nicht gefällt. "Den Schützling zum Kauf mitnehmen und - falls nichts Schwerwiegendes dagegen spricht - seinen Wunschhelm kaufen", so der ÖAMTC-Techniker, "nur so setzt das Kind die neue 'coole' Kopfbedeckung auch gerne auf."