18.04.2013

Runflat Reifen im Test

Weiterfahrt trotz Reifenluftverlust

Runflat-Reifen machen Weiterfahrt trotz Luftverlust möglich

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Runflat-Reifen 2013
Runflat Reifen 2013 im ÖAMTC-Test

Ein Reifenschaden während der Fahrt ist der Albtraum vieler Autofahrer. Zum Glück kommen solche Zwischenfälle eher selten vor. Wenn aber doch einmal ein "Patschen" passiert, können so genannte "Runflat-Reifen" die Folgen entscheidend mildern.

Was kann ein Runflat?

Runflat bedeutet, dass die Lauffähigkeit trotz vollständigem Luftverlust erhalten bleibt. Die verstärkten Seitenwände des Reifens ermöglichen eine "luftlose" Fahrt von mindestens 80 Kilometern bei einer Maximalgeschwindigkeit von 80 km/h. Damit schafft man es meist bis zur nächsten Werkstatt.

Vor- und Nachteile von Runflat-Reifen

Die verstärkten Seitenwände der Runflat-Reifen haben aber auch negative Eigenschaften. Sie erhöhen Reifengewicht und Rollwiderstand und verschlechtern den mechanischen Komfort. Die Reifenhersteller versprechen durch neueste Entwicklungen allerdings Verbesserungen in all diesen Punkten.

In einem Spezialtest hat der ÖAMTC daher die Vor- und Nachteile von Runflat-Reifen neuester Generation gegenüber herkömmlichen Pneus untersucht. Das Ergebnis: Die Eigenschaften der getesteten Runflat-Reifen neuester Generation unterscheiden sich nur noch wenig von den vergleichbaren konventionellen Modellen.

Was wurde getestet?

Für den Vergleich wurden beispielhaft verschiedene Reifenarten der Firma Bridgestone herangezogen: Sommerreifen nach BMW-Runflat-Spezifikation (einmal die aktuellste Generation, einmal die Vorgänger-Generation), Runflat-Sommerreifen ohne Fahrzeughersteller-Spezifikation und Winterreifen nach BMW-Runflat-Spezifikation. Diese wurden mit konventionellen Sommer- bzw. Winterreifen verglichen.

Fortschritte in der Konstruktion

Früher waren Runflat-Reifen nur für dafür konstruierte Fahrzeuge vorgesehen. Mit den neuesten Entwicklungen wird damit begonnen, die verstärkten Pneus auch für alle anderen Fahrzeuge anzubieten. Die im Rahmen dieses Versuches auf einem VW Golf getesteten "Ersatzbedarfsreifen" in der Dimension 225/45 R17 91 W von Bridgestone sind ein Beispiel dafür.

Reifendruckkontrollsystem im Auto

Vorsicht ist dennoch geboten. Runflat-Reifen dürfen nur aufgezogen werden, wenn das Auto über ein Reifendruckkontrollsystem verfügt. Der Grund: Rein äußerlich und auch beim geradeaus Fahren merkt man dem Runflat-Reifen deutlich schwerer als einem konventionellen Modell an, ob er Luft enthält, oder nicht. Speziell in Kurven oder bei Ausweichmanövern kann es aber schnell zu gefährlichen Situationen kommen, wenn man unbewusst mit einem "Patschen" unterwegs ist.
Weitere Infos zu den getesteten Produkten und alle weiteren Tests des ÖAMTC gibt es unter www.oeamtc.at/tests (siehe Links).