Gefahren durch Wildunfälle sind nicht zu unterschätzen. Ein vom ÖAMTC durchgeführter Crashtest hat gezeigt, dass die Insassen bei einem Zusammenstoß mit einem Wildtier nahezu unverletzt blieben - das weitaus größere Risiko sei die falsche Reaktion des Fahrers. Riskantes Ausweichen ist oft gefährlicher als ein Zusammenstoß, so das Ergebnis.
"Gefahr für die Insassen besteht nur, wenn es sich um ein sehr großes Tier, wie einen Rothirsch, handelt oder wenn die Front des Pkw stark geneigt, kurz oder stark abfallend ist", erklärte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.
Bei dem Crashtest wurde ein 55 Kilogramm schwerer und 92 Zentimeter großer Damhirsch-Dummy auf die Fahrzeugfront katapultiert. Die Motorhaube wurde schwer beschädigt, die Windschutzscheibe blieb unversehrt. "Die Insassen wären bei einem echten Unfall unverletzt geblieben", sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.
2007 ereigneten sich in Österreich von Jänner bis November 169 Wildunfälle mit Personenschaden. 202 Personen sind dabei verletzt worden.