03.07.2012

ÖAMTC: Fünf Prozent der österreichischen Urlauber planen Ferien in der Türkei (+Grafik)

Club gibt wissenswerte Infos für dieses Reiseland

Die Türkei ist laut ÖAMTC-Reisemonitoring das fünft beliebteste Urlaubsland der Österreicher. "Strand- und Badeurlaub an der türkischen Riviera oder ein Besuch in Istanbul sind auch heuer wieder voll im Trend", weiß ÖAMTC-Reiseexperte Jan Stirnweis. Der Club liefert die wichtigsten Tipps und Infos für Türkei-Touristen:
* Einreise: Um in die Türkei einzureisen, wird ein Visum benötigt. Dieses kann für 15 Euro gleich direkt an der Grenze beantragt werden. "Zum Erhalt des Visums muss die Wiederausreise mittels Rückflug- oder Weiterreiseticket nachgewiesen werden", erklärt der ÖAMTC-Touristiker. Der Reisepass muss nach Ablauf des Einreisevisums noch mindestens drei Monate gültig sein. Da Österreichern in der Regel ein 90-Tage-Visum ausgestellt wird, sollte der Pass bei der Einreise also noch sechs Monate gelten. Um mögliche Probleme beim Verlassen des Landes zu vermeiden, sollte man bei der Einreise darauf achten, einen entsprechenden Einreise-Stempel in den Pass zu bekommen.
* Grüne Versicherungskarte: Bei Autoreisen muss die Grüne Versicherungskarte mitgenommen werden. Die Karte ist ein Jahr lang gültig und kann bei der Kfz-Haftpflichtversicherung kostenlos angefordert werden. Viele Versicherungen schicken die Grüne Karte jeweils am Jahresbeginn automatisch zu. Der Versicherungsschutz gilt allerdings oft nur für den europäischen Teil der Türkei. "Im Zweifelsfall sollte man mit seinem Versicherer Rücksprache halten, um auch im asiatischen Teil des Landes geschützt zu sein", sagt der ÖAMTC-Experte.
* Reisen mit dem eigenen Fahrzeug: Bei der Einreise wird das Fahrzeug von den Zollbeamten in den Reisepass eingetragen. Die Ausreise muss mit dem eingetragenen Fahrzeug erfolgen, im Schadenfall ist die Reparatur abzuwarten oder eine Abschleppung über die Grenze zu organisieren. "Um bei späteren Reisen Probleme mit dem türkischen Zoll zu vermeiden, sollte bei der Ausreise darauf geachtet werden, dass die Fahrzeug-Eintragung wieder gelöscht wird", rät der ÖAMTC-Touristiker. Das zur Eintragung gehörende Formular ("Vehicle Entry-Exit Form") ist bis zum Verlassen des Landes gut aufzubewahren. Das in diesem Formular eingetragene Datum der spätesten Ausreise muss eingehalten werden, da andernfalls erhebliche Geldstrafen drohen, die den Wert des Fahrzeuges um ein Vielfaches übersteigen können.
* Maut: Türkische Autobahnen sowie Brücken, die Europa mit Asien verbinden, sind gebührenpflichtig. Mittels ÖAMTC-Routenplaner können die anfallenden Mautkosten bereits im Vorfeld berechnet werden: www.oeamtc.at/routenplaner.
* Baustelle Bosporus Brücken: Die Fatih Sultan Mehmet-Brücke, die nördliche der beiden Straßenverbindungen über den Bosporus, wird umfassend saniert. "Bis Mitte September ist mit Staus zu rechnen, weil immer drei der acht Fahrspuren gesperrt bleiben", informiert der ÖAMTC-Touristiker. Wer auf der europäischen Seite Istanbuls über das Goldene Horn will, muss ebenfalls bis September mit Behinderungen rechnen. Der Grund sind Bauarbeiten an der Halic-Brücke, der nördlichsten und wichtigsten der drei Verbindungen über die Meeresbucht.
* Mitführpflichten: Neben Verbandspaket, Warndreieck und Warnweste müssen ein Feuerlöscher sowie ein zweites Pannendreieck mit an Bord des Autos.
* Rauchverbot: In öffentlich zugänglichen Gebäuden, Bars, Restaurants und Verkehrsmitteln ist Rauchen untersagt. Es drohen Strafen von rund 30 Euro. "Das Rauchverbot gilt nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern beispielsweise auch in überdachten Gastgärten, unter einem Zelt, Sonnenschirm oder Vordach", erklärt der Clubexperte.
* Ein- und Ausfuhrbestimmungen: Da die Türkei kein EU-Land ist, dürfen bei der Einreise nur Gegenstände zollfrei mitgeführt werden, die dem Zweck, der Dauer, der Jahreszeit der Reise und dem persönlichen Gebrauch entsprechen. "Auf freiem Feld gefundene oder von Händlern gekaufte Teile antiker Bauwerke oder Steine dürfen keinesfalls nach Österreich ausgeführt werden", warnt der ÖAMTC-Experte.
* "Touristenfallen": Vorsicht vor gut gemeinten Ratschlägen zu vermeintlich günstigen Läden. "Oft kassieren Personen für derartige Tipps Provisionen von befreundeten Händlern", weiß der ÖAMTC-Touristiker. Da Touristen das ortsübliche Preisniveau nicht kennen, zahlen sie häufig deutlich überhöhte Preise für Teppiche oder Schmuck.
Ausführliche Informationen zum Urlaubsland Türkei findet man in der ÖAMTC-Länderdatenbank unter www.oeamtc.at/laenderinfo.
Aviso an die Redaktionen:
Eine Grafik zu den wichtigsten Verkehrsbestimmungen der fünf beliebtesten Auslandsreiseziele der Österreicher gibt es im ÖAMTC-Fotoservice unter www.oeamtc.at/presse.