Die Urlaubsfahrt sollte nicht unmittelbar nach der Zeugnisverteilung gestartet werden. "Zeitdruck rausnehmen – dann sind auch die Kids wesentlich entspannter", rät ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Ganz zu schweigen von programmierten Staus zu Ferienbeginn. Die Tipps für einen entspannten Urlaubsstart im Überblick:
ÖAMTC-Tipps für eine entspannte Fahrt in den Familienurlaub
Von strikten Zeitplänen und Hektik absehen, auf den Rhythmus der Kleinen achten
* Vorbereitung: Der Nachwuchs sollte über die Dauer der Reise, über den Ablauf der Pausen und auch über die verbleibende Zeit bis zum nächsten Halt informiert werden. "Zeitliche Begriffe müssen kindgerecht erklärt werden", sagt die Clubexpertin.
* Abfahrtszeitpunkt: Vor allem bei Kleinkindern sollte der Reisestart im Optimalfall auf deren Biorhythmus abgestimmt werden. "Wenn die Kleinen auf der Rückbank schlafen, können größere Etappen in aller Ruhe bewältigt werden", sagt die ÖAMTC-Expertin. Auch die Pausengestaltung sollte sich flexibel gestalten. "Schlafende Kinder zu wecken, nur um den Pausenzeitplan einzuhalten, ist eher kontraproduktiv", weiß Seidenberger.
* Etappenziele: Eine lange Autofahrt sollte gestückelt werden, um sowohl Kinder als auch Fahrer nicht zu überfordern. Sehenswürdigkeiten entlang der Reisestrecke wie z.B. Burgen oder Tiergärten oder auch Badestopps können in den Reiseablauf integriert werden und für die nötige Abwechslung sorgen.
* Belohnungen: Bonuspunkte eignen sich zur Belohnung von braven Kindern. Die Bonuspunkte können an der nächsten Raststation z.B. gegen Süßigkeiten getauscht werden.
* Sonnenschutz: Das Anbringen eines Rollo schützt die Kleinen vor unangenehmer Hitze. Auch bei der Kleidungswahl sollte auf die Wetterbedingungen geachtet werden. Bei Hitze gilt: luftige, helle Kleidung.
* Bewegung: Die Pausen können zum Austoben genutzt werden. Abgesicherte Spielplätze an Raststationen bieten Kindern den nötigen Ausgleich zum langen Sitzen im Auto.
* Entertainment: Spielzeug, Malsachen, Lesestoff, Nintendo und Co sollten griffbereit auf der Rückbank verstaut werden.
* Verpflegung: "Ausreichend Getränke und Snacks einpacken", empfiehlt die ÖAMTC-Expertin. Ab und zu ein paar Süßigkeiten sind erlaubt und heben die Laune.
* Sicherheit: Herumturnen im Auto ist tabu. Jedes Kind braucht einen passenden Sitz und muss während der Fahrt ordnungsgemäß angeschnallt sitzen bleiben. "Eltern kommt dabei eine wichtige Vorbildfunktion zu. Wenn die Erwachsenen stets angegurtet unterwegs sind, werden auch die Kleinen nicht dagegen protestieren", betont Seidenberger.
Der abschließende Tipp der Expertin: "Eltern sollten auf die Stimmung an Bord achten. Unruhe und Quengeleien sind meist ein Zeichen für Hunger, Durst oder Bewegungsmangel. Regelmäßige Pausen sorgen für die nötige Entspannung."